Zollkonflikte, Aktien-Hype

Zollkonflikte und Aktien-Hype: EZB mahnt zur Vorsicht

26.11.2025 - 10:47:13 | dpa.de

Handelskonflikte, Zollschranken, mögliche Blasen an den AktienmĂ€rkten: Die Risiken fĂŒr die FinanzstabilitĂ€t im Euroraum bleiben nach EinschĂ€tzung der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) vielfĂ€ltig.

Zwar habe sich die Unsicherheit in der Handelspolitik seit den HöchststĂ€nden im April "deutlich entspannt", fasst EZB-VizeprĂ€sident Luis de Guindos die Erkenntnisse des jĂŒngsten halbjĂ€hrlichen FinanzstabilitĂ€tsberichts der Notenbank zusammen. "Aber die Unsicherheit hĂ€lt weiterhin an, mit dem Potenzial fĂŒr erneute Spitzen." Anfang April hatte US-PrĂ€sident Donald Trump mit einem gewaltigen Zollpaket Handelspartner und FinanzmĂ€rkte in Aufruhr versetzt.

Die AktienmĂ€rkte erholten sich jedoch ĂŒberraschend schnell von dem Einbruch im April. Inzwischen wĂ€chst die Sorge, dass einzelne Trends ĂŒberbewertet sind. Die FinanzmĂ€rkte - insbesondere die AktienmĂ€rkte - seien "aufgrund anhaltend hoher Bewertungen und einer zunehmenden Konzentration der AktienmĂ€rkte anfĂ€llig fĂŒr starke Korrekturen", schreibt die EZB. EZB-Vize de Guindos hatte jĂŒngst vor der Gefahr einer Börsenkorrektur gewarnt, die von hoch bewerteten US-Tech-Aktien und dem Hype um KĂŒnstliche Intelligenz ausgehen könnte.

Zunehmende Kreditrisiken fĂŒr Banken

Die gute Nachricht: Die Banken im Euroraum stehen aus Sicht der EZB, die die grĂ¶ĂŸten GeldhĂ€user im WĂ€hrungsraum direkt ĂŒberwacht, insgesamt solide da. Die Institute verdienten gut und hĂ€tten sich dank reichlicher Reserven fĂŒr Krisenzeiten "als widerstandsfĂ€hig gegenĂŒber den jĂŒngsten Schocks erwiesen", stellt die EZB fest. Zum Problem werden könnte fĂŒr Banken jedoch, wenn Unternehmen, die stark von Zöllen betroffen sind, bei der RĂŒckzahlung von Krediten in Schwierigkeiten geraten.

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