Heilmittel-Branche, Regeln

Heilmittel-Branche startet 2026 mit neuen Regeln und mehr Geld

25.02.2026 - 17:11:50 | boerse-global.de

Physiotherapeuten erhalten höhere VergĂŒtungssĂ€tze, wĂ€hrend Ärzte prĂ€zisere Diagnose-Codes nutzen mĂŒssen. Zudem erleichtern neue Abrechnungsregeln fĂŒr Hausbesuche den Praxisalltag.

Heilmittel-Branche startet 2026 mit neuen Regeln und mehr Geld - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Heilmittel-Branche startet 2026 mit neuen Regeln und mehr Geld - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Physiotherapeuten und Ärzte mĂŒssen sich zu Jahresbeginn auf eine Reihe von Neuerungen einstellen. Neben höheren VergĂŒtungen fĂŒr Therapeuten treten auch administrative Änderungen in Kraft, die den Verordnungsalltag prĂ€gen.

Höhere VergĂŒtung fĂŒr Physiotherapeuten

Seit dem 1. Januar 2026 erhalten Physiotherapeuten mehr Geld fĂŒr ihre Leistungen. Die VergĂŒtungssĂ€tze stiegen um 2,49 Prozent. Diese Anhebung gilt fĂŒr alle Behandlungen seit Jahresbeginn und schließt sowohl klassische Rezepte als auch Blankoverordnungen ein.

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Die Erhöhung resultiert aus Verhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und den PhysiotherapeutenverbĂ€nden. Sie soll den gestiegenen Kosten fĂŒr Personal, Mieten und Sachmittel Rechnung tragen. Der finanzielle Mehraufwand wird auf rund 250 Millionen Euro geschĂ€tzt.

Auch regional gibt es Bewegung. In Nordrhein vereinbarten KassenĂ€rztliche Vereinigung und Krankenkassen ein um fast 2,4 Prozent erhöhtes Ausgabenvolumen fĂŒr Heilmittel. Es steigt auf ĂŒber 1,4 Milliarden Euro. Weitere Anpassungen stehen an: Die Postbeamtenkrankenkasse passt ihre SĂ€tze weitgehend an das Niveau der gesetzlichen Kassen an. In der LogopĂ€die sind fĂŒr Mitte des Jahres Preisanpassungen geplant.

Neue Diagnose-Codes fordern Ärzte heraus

Neben dem Geld bringt das neue Jahr administrative HĂŒrden. Ärzte mĂŒssen seit Januar prĂ€zisere ICD-10-Codes auf ihren Rezepten verwenden. Betroffen sind etwa Diagnosen wie Frakturen im Schulterbereich. Der bisherige Code S42.- wurde durch spezifischere Codes ersetzt.

Eine wichtige Änderung betrifft den Code fĂŒr ZustĂ€nde nach Operationen. Der Code Z98.8 wurde aufgeteilt. FĂŒr den besonderen Verordnungsbedarf ist nun Z98.88 relevant. Diese Änderungen erfordern eine Aktualisierung der Praxissoftware, um Fehler zu vermeiden.

Doch es gibt auch gute Nachrichten fĂŒr Patienten: Die Regelung zum besonderen Verordnungsbedarf fĂŒr manuelle Lymphdrainage bei Lipödem wurde um zwei Jahre bis Ende 2027 verlĂ€ngert. Das sichert die Versorgung fĂŒr Betroffene der Stadien I bis III.

Einfacher und lukrativer: Neue Regeln fĂŒr Hausbesuche

Eine wesentliche Erleichterung betrifft die Abrechnung von Hausbesuchen. Seit 2026 können Behandlungen in Einrichtungen des betreuten Wohnens nach einer höher vergĂŒteten Pauschale abgerechnet werden. Bisher galt diese nur fĂŒr die Kurzzeit- oder Tagespflege.

FĂŒr Therapeuten bedeutet das eine mögliche Einnahmensteigerung von rund 74 Prozent fĂŒr diese Leistung. Die Anpassung trĂ€gt dem demografischen Wandel und der steigenden Nachfrage in solchen Wohnformen Rechnung. ZusĂ€tzlich wurden die Positionsnummern fĂŒr Hausbesuche zum Jahresbeginn neu geordnet.

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Mehr Geld, aber auch mehr Druck

Die Neuregelungen finden in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld statt. Der Heilmittelbericht 2025 zeigt: Die Gesamtausgaben der Krankenkassen fĂŒr Heilmittel steigen zwar, aber primĂ€r wegen höherer Preise. Die Versorgungsmenge nimmt nicht zu.

FĂŒr die Praxen heißt das: Trotz höherer Einnahmen bleibt der wirtschaftliche Druck hoch. Steigende Personal-, Energie- und Mietkosten lasten weiter auf den Betrieben. Regionale Vereinbarungen, wie sie in Sachsen oder Westfalen-Lippe getroffen wurden, sollen eine stabile Versorgung innerhalb festgelegter finanzieller Rahmen gewĂ€hrleisten.

Werden die finanziellen Anpassungen also ausreichen, um dem Kostendruck standzuhalten? Die Branche blickt gespannt auf die VersorgungsrealitÀt der kommenden Monate. Weitere Impulse werden von der fortschreitenden Evaluation der Heilmittel-Reform erwartet.

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