ROUNDUP, Einigung

Einigung auf Nachbesserungen an Klinikreform

26.02.2026 - 21:31:52 | dpa.de

Im Ringen um Nachbesserungen an der Krankenhausreform hat die schwarz-rote Koalition eine VerstÀndigung erreicht.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte der "Rheinischen Post", die Reform könne damit nun vor Ort umgesetzt werden. Es habe sich gelohnt, auch die LĂ€nder eng in die Abstimmungen einzubinden. SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis sprach von einer "tragfĂ€higen Einigung". Sie schaffe die Voraussetzung dafĂŒr, das parlamentarische Verfahren in der kommenden Woche abzuschließen.

Die GesetzesplĂ€ne sehen lĂ€ngere Übergangsfristen und mehr Ausnahmen vor, um grĂ¶ĂŸeren Spielraum fĂŒr die Umsetzung zu schaffen. Die von der Ampel-Koalition durchgesetzte Reform trat Anfang 2025 in Kraft und soll schrittweise umgesetzt werden. Sie legt einheitliche Mindestvorgaben fĂŒr Behandlungen fest und soll finanziellen Druck auf die Kliniken mildern. Zuletzt gab es weitere GesprĂ€che, um auch eine Zustimmung im Bundesrat zu gewĂ€hrleisten.

"GrundsĂ€tzliche Reformziele unberĂŒhrt"

Warken sagte: "Im Ergebnis steht ein mehrheitsfĂ€higer Kompromiss der Koalitionsfraktionen, der den notwendigen Transformationsprozess unserer Krankenhauslandschaft einlĂ€utet." Zuerst berichtete "Table.Briefings" ĂŒber die erzielte Einigung. Die Ministerin betonte, die grundsĂ€tzlichen Reformziele blieben unberĂŒhrt: "Wir wollen mehr Spezialisierung, mehr BĂŒndelung von KapazitĂ€ten und damit eine Erhöhung der BehandlungsqualitĂ€t." Zugleich gehe es um das Sichern einer Grund- und Notfallversorgung auch auf dem Land.

SPD-Experte Pantazis sagte, das Gesetz sichere die praktikable Umsetzung der Reform, ohne ihre zentralen Strukturentscheidungen zu relativieren.

Kassen sehen "tragfÀhigen Kompromiss"

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen erklĂ€rte, das BemĂŒhen der Ministerin und der Koalition, die Reform mit Augenmaß gangbar zu machen, habe zu einem tragfĂ€higen Kompromiss gefĂŒhrt. Immensem Druck aus den LĂ€ndern und der KrankenhĂ€user sei nicht nachgegeben worden, sagte die stellvertretende Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erlĂ€uterte, HandlungsspielrĂ€ume erhielten die LĂ€nder. "Die Gefahr ist groß, dass so die beabsichtigten Ziele verwĂ€ssert werden", warnte Vorstand Eugen Brysch. "Offen bleibt auch, was das fĂŒr Patientinnen und Patienten im lĂ€ndlichen Raum bedeuten wird." Auch werde QualitĂ€t weiterhin nicht am Patienten gemessen.

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