Selenskyj, Putin

Selenskyj: Putin will den Krieg nicht beenden

22.03.2026 - 20:45:37 | dpa.de

In den USA hat eine ukrainische UnterhĂ€ndlergruppe an zwei Tagen mit US-Vertretern ĂŒber Wege zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges gesprochen.

"Insgesamt bleibt die Lage recht klar: (Der russische PrÀsident Wladimir) Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagte der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit den UnterhÀndlern in einer Videobotschaft.

Nach der RĂŒckkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagte Selenskyj. Ihm zufolge wĂ€re das bereits eine BestĂ€tigung fĂŒr funktionierende Diplomatie.

Die ukrainische Gruppe wurde in Florida wieder vom SekretĂ€r des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet. Ihr gehören auch Selenskyjs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der Fraktionschef der PrĂ€sidentenpartei im Parlament, David Arachamija, und Vizeaußenminister Serhij Kyslyzja an. Von US-Seite waren der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-PrĂ€sident Donald Trump, Jared Kusher, sowie Regierungsberater Josh Gruenbaum beteiligt.

Russische Truppen erhöhen Zahl der Angriffe

Armeeoberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnat erstatteten Selenskyj zudem einen Bericht ĂŒber die Lage an der Front. "An einigen Abschnitten sind die Russen in diesen Tagen spĂŒrbar aktiver geworden", konstatierte der Staatschef. Aufgrund des besseren Wetters sei die Zahl der teils durch gepanzerte Technik unterstĂŒtzten Sturmangriffe grĂ¶ĂŸer geworden. "Unsere Drohnen funktionieren gut und unsere Armee steht fest", sagte Selenskyj. Im Gegensatz dazu erleidet die russische Seite seinen Angaben nach erhebliche Verluste.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Washington drÀngt Moskau und Kiew seit lÀngerem zu einem Friedensschluss.

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