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WDH: Warken offen fĂŒr Debatte ĂŒber Krankmeldungen - Keine PlĂ€ne

15.10.2025 - 16:14:26

(In der Aufmachung der Meldung wurde prĂ€zisiert, dass die Ministerin aktuell keine Änderungen plant.)BERLIN - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich prinzipiell gesprĂ€chsbereit ĂŒber die Regeln zu Krankschreibungen von Arbeitnehmern, plant aber aktuell keine Änderung.

(In der Aufmachung der Meldung wurde prĂ€zisiert, dass die Ministerin aktuell keine Änderungen plant.)

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich prinzipiell gesprĂ€chsbereit ĂŒber die Regeln zu Krankschreibungen von Arbeitnehmern, plant aber aktuell keine Änderung. "Ich bin grundsĂ€tzlich offen dafĂŒr, Dinge zu optimieren, wenn es im System Möglichkeiten der Verbesserung auch gibt, wenn es Möglichkeiten gibt, da auch effizienter zu werden", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Sie fĂŒgte aber hinzu: "An der jetzigen Stelle wĂŒrde ich da keine VerĂ€nderung vornehmen wollen."

Warken reagierte damit auf eine Frage zu einem Ärzte-Vorstoß. Der Chef der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Wochenende gesagt: "Die gesetzliche Möglichkeit fĂŒr Arbeitgeber, bereits in den ersten drei Tagen die Vorlage einer Krankschreibung zu verlangen, produziert Abertausende Arztbesuche, die aus unserer Sicht nicht zwingend notwendig wĂ€ren." Er schlug vor, generell erst nach dem vierten oder fĂŒnften Krankheitstag eine Bescheinigung zu fordern.

Nach aktueller Rechtslage mĂŒssen Arbeitnehmer eine Bescheinigung dann vorlegen, wenn sie lĂ€nger als drei Kalendertage arbeitsunfĂ€hig sind, also am vierten Tag. Der Arbeitgeber darf sie aber auch schon frĂŒher verlangen.

Nach der Infektionszeit sprechen

Warken sagte, es gebe im Moment eine "austarierte Lösung". Dies gelte fĂŒr die Interessen von Ärzten, in der Infektionszeit nicht ĂŒber GebĂŒhr mit Krankmeldungen belastet zu werden, und dem Interesse von Arbeitgebern an Belegen fĂŒr krankgemeldete Mitarbeiter. "Wir sollten da beide Interessen im Blick behalten und darĂŒber noch mal ins GesprĂ€ch gehen, wenn die Infektionszeit vorbei ist."

@ dpa.de