Benzinpreis steigt wieder schneller als bei EU-Nachbarn
09.04.2026 - 06:15:14 | dpa.deWĂ€hrend sich Superbenzin hierzulande vom 30. MĂ€rz bis zum 6. April um rund 11 Cent verteuerte, legte es in den NachbarlĂ€ndern meist nur um einige Cent zu, wie aus Daten der EU-Kommission mit Stand Mittwochnachmittag hervorgeht. Nur DĂ€nemark erlebte mit etwa 9 Cent einen Ă€hnlich starken Anstieg. In Polen und Ăsterreich sanken die Preise sogar, dies ging aber auf staatliche MaĂnahmen zurĂŒck.
Der von den Zahlen abgedeckte Zeitraum - die EU-Kommission veröffentlicht in der Regel nur Montagswerte - ĂŒberlappt sich zum groĂen Teil mit der neu eingefĂŒhrten 12-Uhr-Regel der Bundesregierung, nach der die Tankstellen nur noch einmal pro Tag die Preise erhöhen dĂŒrfen, wĂ€hrend Senkungen beliebig möglich sind.
Kritiker der 12-Uhr-Regel hatten Effekt befĂŒrchtet
Kritiker des Konzepts, das sich am Vorbild Ăsterreich orientiert, hatten bereits im Vorfeld Bedenken geĂ€uĂert, dass es die Preise erhöhen statt senken könnte. Die Argumentation dahinter war, dass die Tankstellen beziehungsweise Mineralölkonzerne die Preise mittags "auf Vorrat" und damit besonders stark erhöhen wĂŒrden, wenn das spĂ€ter nicht mehr möglich sei. TatsĂ€chlich hat der ADAC gerade in den ersten Tagen teilweise SprĂŒnge von mehr als 10 Cent im bundesweiten Durchschnitt festgestellt.
Ob der stĂ€rkere Anstieg in Deutschland tatsĂ€chlich mit der 12-Uhr-Regel zusammenhĂ€ngt, ist allerdings noch unklar. Ebenso, ob er anhĂ€lt. Auch zu Beginn des Krieges hatten die Daten der EU-Kommission in Deutschland zunĂ€chst einen besonders starken Anstieg gezeigt, der sich in den folgenden Wochen allerdings normalisierte. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums hatte am Mittwoch, eine Woche nach EinfĂŒhrung der 12-Uhr-Regel gesagt, es sei noch zu frĂŒh, ein substanzielles Fazit zu ihr zu ziehen.
Keine AuffÀlligkeiten bei Diesel
Zudem zeigt sich der aktuelle Effekt nur bei Benzin. Der Dieselpreis ist im Beobachtungszeitraum zwar ebenfalls deutlich gestiegen, hier sticht Deutschland aber nicht aus der Gruppe der anderen LĂ€nder hervor, sofern man solche mit neu eingefĂŒhrten MaĂnahmen gegen die Spritpreise wie Polen und Ăsterreich auĂen vor lĂ€sst.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

