Aktien New York: Verluste vor Zinsentscheid wegen Inflationssorgen
18.03.2026 - 18:52:50 | dpa.deNeben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ălpreis wurden unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise zur Belastung. In KĂŒrze rĂŒckt dann die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in den Mittelpunkt.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 gab etwas mehr als zwei Stunden vor Schluss um ein Prozent auf 46.529 Punkte nach. FĂŒr den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,7 Prozent auf 6.667 ZĂ€hler bergab. Auch der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 verbuchte mit 24.621 Punkten ein Minus von 0,6 Prozent.
Der Preis fĂŒr ein Fass der US-Ălsorte WTI nĂ€herte sich der 100-Dollar-Marke, weil ein Angriff Israels auf iranische Gasanlagen wieder die Unsicherheit erhöhte. Der Iran droht, Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren. Mit steigenden Gas- und Ălpreisen werden auch die Inflationssorgen wieder gröĂer. Diese wurden auĂerdem davon befeuert, dass die Erzeugerpreise ĂŒberraschend deutlich zulegten.
Angesichts der Ă€uĂerst volatilen Lage sei vor dem Fed-Entscheid Vorsicht geboten, hieĂ es von einem Börsianer. Eine Zinssenkung gilt mittlerweile als ausgeschlossen und so dĂŒrften die Begleitaussagen des Vorsitzenden Jerome Powell noch stĂ€rker ins Rampenlicht rĂŒcken. Experte Frantisek Taborsky von der ING Bank sieht ein hohes Risiko, dass im Zinsausblick eine nĂ€chste Zinssenkung erst 2027 signalisiert werden könnte.
Nach zuletzt vier schwachen Wochen erholten sich die Aktien von Macys US55616P1049 um fast fĂŒnf Prozent. Zwar blieb der Warenhausbetreiber mit seinen Umsatz- und Ergebniszielen fĂŒr das laufende Jahr hinter den Analystenerwartungen zurĂŒck, er ĂŒberzeugte aber mit einer stĂ€rker als erwarteten Umsatzentwicklung im ersten Quartal. Anleger sprachen daraufhin von einem ermutigenden GeschĂ€ftsjahresauftakt.
Eine fulminante Rally des auf KI-Drohnensoftware spezialisierten Unternehmens Swarmer US86989Y1091 ging am zweiten Tag der Börsennotierung weiter. In der Spitze kosteten die Aktien mit 65 Dollar nochmals doppelt so viel am Vortag, als sie sich am ersten Handelstag schon vervielfacht hatten. Der Ausgabepreis hatte bei schlappen 5 Dollar gelegen.
Nach der Schlussglocke berichtet der Speicherchip-Zulieferer Micron Technology US5951121038 am Mittwoch ĂŒber das vergangene Quartal. Zuletzt waren in der Speicherbranche viele Vorschusslorbeeren verteilt worden wegen der Fantasie fĂŒr eine hohe Nachfrage durch Rechenzentren. Dies setzte sich am Mittwoch mit einem Anstieg um 0,8 Prozent fort.
Ein halbes Prozent höher konnten sich Netflix US64110L1061 dem schwachen Marktumfeld entziehen nach einer Kaufempfehlung der Citigroup. Analyst Jason Bazinet hatte die Aktien mit "Buy" wieder aufgenommen wegen der operativen Ergebnis- und Margenaussichten.
Positiv auffĂ€llig waren noch die Anteile von Williams-Sonoma US9699041011. Sie stiegen um sechs Prozent, nachdem der EinrichtungshĂ€ndler fĂŒr das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie gemeldet hatte, der ĂŒber den KonsensschĂ€tzungen lag.
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