Ukraine-Krieg, Trump

Ukraine-Krieg: Trump teilt russlandkritischen Artikel

01.01.2026 - 14:50:23 | dpa.de

Inmitten der Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat US-PrĂ€sident Donald Trump ĂŒberraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt.

Das Boulevardblatt "New York Post" stellt in dem StĂŒck Kremlchef Wladimir Putin als eigentliche HĂŒrde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht.

Unter anderem heißt es dort, jeder Angriff auf Putin sei "mehr als gerechtfertigt". "Wir brauchen seine KrokodilstrĂ€nen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden". Es wird dafĂŒr plĂ€diert, dass Russland keine weiteren ZugestĂ€ndnisse gemacht werden sollten, sondern ein hĂ€rteres Vorgehen nötig sei. Kiew habe seinen Teil beigetragen - nun liege es an Putin, zu handeln.

Trump verbreitet regelmĂ€ĂŸig Artikel von Medien, die ihm nahestehen. In manchen FĂ€llen kommentiert der PrĂ€sident die Texte - dies war beim vorliegenden StĂŒck nicht der Fall. In der Vergangenheit war Trump immer wieder eine gewisse RusslandnĂ€he vorgeworfen worden, unter anderem, weil er zeitweise kremlnahe Positionen ĂŒbernommen hatte.

US-Zeitung: Angriff auf Putins Residenz fand nicht statt

Anfang der Woche hatte Trump einen angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz Putins kritisiert. Die Ukraine wies die Anschuldigung Putins als Vorwand zurĂŒck, den Krieg fortzusetzen und erneut auch RegierungsgebĂ€ude in Kiew angreifen zu wollen. Viele Experten bezweifeln, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. Die Zeitung "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, dass die Ukraine die Residenz Putins nicht angegriffen habe. Dies werde auch von einer Analyse des Auslandsgeheimdienstes CIA belegt, hieß es in dem StĂŒck weiter.

Im neuen Jahr sind bereits weitere Verhandlungen fĂŒr ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geplant: Dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ist ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der "Koalition der Willigen" am 3. Januar in der Ukraine geplant. Am 6. Januar solle dann ein Treffen auf der Ebene der Staatschefs folgen. Als "Koalition der Willigen" verstehen sich westliche LĂ€nder, die die Ukraine auch militĂ€risch unterstĂŒtzen.

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