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New York Schluss: Microsoft belastet Nasdaq - Wogen lassen nach

29.01.2026 - 22:26:36 | dpa.de

Inmitten einer Flut von GeschÀftszahlen hat der Softwarekonzern Microsoft am Donnerstag das Geschehen an den US-Börsen negativ beeinflusst.

Die Standardwerte im Dow Jones Industrial US2605661048 entwickelten sich zwar robust, doch an der Nasdaq-Börse war der Handel geprĂ€gt von neuen Bedenken rund um das Thema KI-Investitionen. Zeitweise sorgte es auch fĂŒr Unsicherheit, dass die USA dem Iran mit einem PrĂ€ventivschlag drohten.

Neben den Zahlen der Tech-Riesen Meta US30303M1027 und Tesla US88160R1014 fiel Microsoft US5949181045 mit einem Kursrutsch von letztlich zehn Prozent auf. Die Unruhe war zeitweise immens, der Nasdaq 100 US6311011026 hatte in der Spitze mehr als zwei Prozent eingebĂŒĂŸt. Bei einem Schlussstand von 25.884,30 Punkten verringerte sich Abschlag aber noch auf 0,53 Prozent. Seine AnnĂ€herung an das Rekordhoch bekam damit einen DĂ€mpfer.

Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich dem schwachen Umfeld mit seinem Schlusskurs von 49.071,56 Punkten entziehen. Erst im spÀten Handel hatte er es noch mit 0,11 Prozent ins Plus geschafft. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 orientierte sich mit einem Abschlag von 0,13 Prozent auf 6.969,01 ZÀhler noch etwas mehr an der Nasdaq.

Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste im zweiten GeschĂ€ftsquartal erneut krĂ€ftig wachsen, allerdings nicht mehr so deutlich wie im Vorquartal. Sorgen um die Wachstumstreiber mischten sich mit Bedenken wegen stark gestiegener Kosten. Die Aktien konterten ihre jĂŒngste Erholung mit dem tiefsten Stand seit Ende April. In der Breite wurden auch andere Softwarewerte wie etwa Salesforce US79466L3024 belastet.

Die Meta-Anteile konnten dies an der Nasdaq mit einem Kursanstieg um mehr als zehn Prozent nicht aufwiegen. Der Facebook-Mutterkonzern ĂŒberzeugte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum, das die Aktien auf den höchsten Stand seit Ende Oktober trieb. Das WerbegeschĂ€ft des Internetkonzerns nehme weiter Fahrt auf und zeige den positiven KI-Einfluss, urteilte Goldman-Sachs-Experte Eric Sheridan.

Beim dritten Tech-Riesen aus dem Kreis der "Magnificent 7", dem Elektroautobauer Tesla, kamen die neuesten Nachrichten mit einem Abschlag von 3,5 Prozent nicht gut an. Die GewinnschĂ€tzungen waren zwar ĂŒbertroffen worden, doch es wurden Milliarden-Investitionen zur Umstrukturierung der Produktion angekĂŒndigt. Konzernchef Elon Musk setzt auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis.

Im Dow gab es einige Gegengewichte zu Microsoft. Die Titel von IBM US4592001014 zogen dort nach Zahlenvorlage um gut fĂŒnf Prozent an. Das IT-Urgestein ĂŒberzeugte mit starkem Wachstum, das die Aktien in Richtung des Rekordes vom November trieb. Bestmarken setzen konnte der Baumaschinenhersteller Caterpillar US1491231015 - neben dem Kurs auch mit dem höchsten Jahreserlös der Geschichte.

Zweiter im Dow wurden nach Zahlenveröffentlichung die Anteile von Honeywell US4385161066. Sie profitierten mit einem fast fĂŒnf Prozent großen Anstieg davon, dass der Ausblick des Mischkonzerns die Erwartungen ĂŒbertraf. Außerdem soll eine geplante Abspaltung der Luft- und Raumfahrtsparte schneller ĂŒber die BĂŒhne gehen als erwartet.

Die Titel von Visa US92826C8394 profitierten kurz vor dem eigenen Quartalsbericht mit einem Anstieg um 1,5 Prozent von guten Zahlen des Konkurrenten Mastercard US57636Q1040, die im marktbreiten S&P 500 um 4,3 Prozent anzogen. Der Kreditkartenanbieter meldete ein Quartalsergebnis ĂŒber den Erwartungen.

Einen Rekord aufstellen konnten die Titel des RĂŒstungskonzerns Lockheed Martin US5398301094, indem sie nach der Zahlenvorlage um 4,2 Prozent anzogen. Eine noch deutlichere Rally gab es bei Southwest Airlines US8447411088 mit einem Kurssprung um fast 19 Prozent. Die Fluggesellschaft machte mit ihren Quartalszahlen Hoffnung auf eine Trendwende.

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