IonQ, Aktie

IonQ Aktie: Auf Sparkurs!

06.02.2026 - 19:18:30

Ein Short-Report wirft Fragen zur Transparenz von IonQs Erlösquellen auf. Die geplante Milliarden-Übernahme von SkyWater rückt in den Hintergrund, während eine Untersuchung läuft und die Quartalszahlen Ende Februar als Stresstest dienen.

Ein kritischer Bericht eines Short-Sellers hat IonQ diese Woche die Bühne gestohlen. Plötzlich dreht sich bei Anlegern weniger um die strategische Neuausrichtung, sondern um eine viel grundlegendere Frage: Wie belastbar sind die Erlösquellen – und wie transparent ist das Auftragsbuch?

Short-Report trifft Nerv

Auslöser der aktuellen Verkaufssignale ist ein Report von Wolfpack Research. Darin behauptet die Short-Seller-Firma, ein erheblicher Teil der IonQ-Umsätze in den Jahren 2022 bis 2024 habe aus Verteidigungsaufträgen gestammt, die inzwischen gestrichen oder aus dem US-Haushalt für das Fiskaljahr 2026 entfernt worden seien.

Wolfpack spricht in diesem Zusammenhang von einem möglichen „schwarzen Loch“ in den Einnahmen. Laut Bericht könnten bis zu 86% der damaligen Erlöse auf genau diese staatlichen Quellen zurückgehen. Der zentrale Vorwurf: Investoren hätten nicht ausreichend klar erkennen können, wie stark diese Verträge das jüngste Wachstum getragen haben.

Strategischer Umbau – aber Zweifel am kurzfristigen Fundament

Die negative Stimmung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn erst diese Woche kündigte IonQ eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von SkyWater Technology an. Das geplante Volumen liegt bei rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Ziel ist es, die eigene Quantencomputer-Plattform stärker mit Fertigungskapazitäten für Halbleiter zu verzahnen, um die Chip-Entwicklung zu beschleunigen.

Die Idee dahinter: mehr Kontrolle über die Produktion im Inland und bessere Skalierungsperspektiven. Doch der Short-Report verschiebt den Fokus – weg von der langfristigen Strategie, hin zur kurzfristigen Frage nach der Stabilität der Erlöse und der Nachvollziehbarkeit der Auftragslage.

Untersuchung läuft – Zahlen am 25. Februar als Stresstest

Nach dem Kursrückgang kündigte die Kanzlei Ademi LLP eine Untersuchung an, die mögliche Ansprüche im Zusammenhang mit Wertpapierbetrug prüfen soll. Im Kern geht es darum, ob das Unternehmen Geschäftslage und Umsatzabhängigkeiten korrekt dargestellt hat. Solche Schritte sind nach starken Bewegungen infolge von Short-Reports nicht ungewöhnlich.

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Die nächste konkrete Wegmarke ist bereits terminiert: IonQ will die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am Mittwoch, den 25. Februar 2026, nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Dann dürfte das Management detailliert Stellung beziehen müssen – sowohl zu den Wolfpack-Vorwürfen als auch zum Stand der staatlichen Vertrags-Pipeline.

Kurzfakten aus der Meldelage:
– Auslöser: Short-Report von Wolfpack Research mit Vorwürfen zu wegfallenden Defense-Erlösen
– Strategischer Kontext: geplante SkyWater-Übernahme (ca. 1,8 Mrd. USD) zur vertikalen Integration
– Rechtliches Umfeld: angekündigte Untersuchung durch Ademi LLP
– Nächster Termin: Quartals- und Jahreszahlen am 25. Februar 2026 (nach Börsenschluss)

An der Börse spiegelt sich die Nervosität bereits deutlich wider: Der Kurs liegt heute bei 30,43 USD – und damit auf dem 52‑Wochentief. Entscheidend wird nun, ob IonQ Ende Februar nachvollziehbar belegen kann, wie groß die Abhängigkeit von den kritisierten Regierungsquellen tatsächlich war und welche Erlöspfade die Lücke kurzfristig schließen sollen.

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