dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 31.03.2026 - 17.00 Uhr
31.03.2026 - 17:05:26 | dpa.deROUNDUP/Eurozone: Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,5 Prozent
LUXEMBURG - Mit dem Ălpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im MĂ€rz um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Volkswirte hatten allerdings im Schnitt einen noch etwas stĂ€rkeren Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet. Die EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.
ROUNDUP: USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg
TEHERAN/WASHINGTON - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. "In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt - die kommenden Tage werden entscheidend sein", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. "In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln."
USA: Verbrauchervertrauen verbessert sich unerwartet
WASHINGTON - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im MĂ€rz unerwartet verbessert. Der Konsumindikator sei um 0,8 Punkte auf 91,8 ZĂ€hler gestiegen, teilte das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Volkswirte hatten mit 87,9 Punkten gerechnet. Der Wert fĂŒr den Vormonat wurde von 91,2 auf 91,0 Einheiten nach unten revidiert.
ROUNDUP 3: Kritik an SparvorschlÀgen - Warken: 'Alle ins Boot'
BERLIN - Die VorschlĂ€ge einer Expertenkommission fĂŒr milliardenschwere Einsparungen im Gesundheitswesen stoĂen auf viel Kritik - bei Ărztevertretern, Pharmabranche und Patientenvertretern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte mit Blick auf das nun geplante Gesetzespaket im ZDF, EinwĂ€nde aus allen Richtungen habe sie erwartet. "Aber jedem muss klar sein, dass wir alle Bereiche mit ins Boot nehmen werden." Teil der Empfehlungen sind auch deutlich spĂŒrbare PreisaufschlĂ€ge fĂŒr Zigaretten und Spirituosen.
Trump zu GroĂbritannien: 'Holt euch euer eigenes Ăl'
LONDON/WASHINGTON - US-PrĂ€sident Donald Trump hat wegen der aus seiner Sicht fehlenden UnterstĂŒtzung im Iran-Krieg erneut gegen GroĂbritannien und andere LĂ€nder ausgeholt. Alle LĂ€nder, die aufgrund der Blockade der StraĂe von Hormus kein Ăl bekommen könnten, "wie etwa das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen", sollen ihr Ăl entweder in den USA kaufen oder es selbst von der StraĂe von Hormus holen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
ROUNDUP/Merz stellt klar: 80-Prozent RĂŒckkehrziel kam von al-Scharaa
BERLIN - Von den in Deutschland lebenden Syrern sollen 80 Prozent in ihr Herkunftsland zurĂŒckkehren - diese Forderung geht nach Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf den syrischen ĂbergangsprĂ€sidenten Ahmed al-Scharaa zurĂŒck. "Die Zahl von 80 Prozent RĂŒckkehrern innerhalb von drei Jahren hat der syrische PrĂ€sident genannt. Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst", teilte Merz in Berlin mit.
Edelmetallverband: Gold zieht wieder an, Silber gefragt
PFORZHEIM - Die Edelmetallbranche in Deutschland blickt angesichts der weltpolitischen Lage, wieder steigender Nachfrage nach Gold und hohem Bedarf unter anderem an Silber positiv auf das laufende Jahr. "Die Unsicherheiten und globalen Spannungen nehmen ja nicht ab", sagte Thomas WeiĂ von der Fachvereinigung Edelmetalle in Pforzheim.
Japan: Inflation im GroĂraum Tokio sinkt trotz Ălpreisschock
TOKIO - In Japan ist die Inflation im GroĂraum Tokio trotz des Ălpreisschubs infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge gesunken. Im MĂ€rz legten die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 1,7 Prozent zu, wie die Regierung am Dienstag in Tokio mitteilte. Seit November hat sich die Teuerung abgeschwĂ€cht, nachdem sie damals noch bei 2,8 Prozent gelegen hatte.
ROUNDUP: Ăberraschend gute Stimmung in Chinas gröĂeren Industriebetrieben
PEKING - In China hat sich die Stimmung in den gröĂeren Industriebetrieben trotz steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs ĂŒberraschend stark aufgehellt. Der staatlich ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) fĂŒr das produzierende Gewerbe legte im MĂ€rz im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 50,4 ZĂ€hler zu, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 50,1 Punkte gerechnet.
Bundesbank: Staatsschulden um 144 Milliarden Euro gestiegen
FRANKFURT - Die deutschen Staatsschulden sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der Bundesbank legten die Gesamtschulden um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro zu. Dabei wuchsen die Schulden des Bundes, einschlieĂlich der Extra-Haushalte mit zusĂ€tzlich 107 Milliarden Euro am stĂ€rksten. Dieser Betrag hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr (36 Mrd. Euro) nahezu verdreifacht. Auch BundeslĂ€nder, Kommunen und Sozialversicherungen machten zusĂ€tzliche Schulden.
Italien: Inflation bleibt stabil
ROM - In Italien hat sich die Inflation trotz des Ălpreisschubs im Zuge des Iran-Krieges ĂŒberraschend auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau gehalten. Die nach europĂ€ischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht um 1,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat nach einer ersten SchĂ€tzung am Dienstag in Rom mitteilte. Auch im Februar hatte die Teuerung bei 1,5 Prozent gelegen, nachdem sie im Januar mit 1,0 Prozent so schwach war wie seit Herbst 2024 nicht mehr.
Ifo-Institut: GeschĂ€ftsklima im Osten kĂŒhlt sich weiter ab
DRESDEN - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im MĂ€rz erneut geringfĂŒgig verschlechtert. Wie das Ifo-Institut in Dresden mitteilte, sank der GeschĂ€ftsklimaindex von 89,3 Punkten im Februar auf 88,9 Punkte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage demnach deutlich besser als im Vormonat, senkten zugleich jedoch ihre Erwartungen fĂŒr die kommenden Monate merklich ab.
ROUNDUP: Zahl der Arbeitslosen fÀllt im MÀrz um knapp 50.000
NĂRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im MĂ€rz im Vergleich zum Vormonat um 49.000 gesunken. Sie bleibt mit 3,021 Millionen aber oberhalb der Drei-Millionen-Marke, teilte die Bundesagentur fĂŒr Arbeit in NĂŒrnberg mit. Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 54.000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote sank im MĂ€rz gegenĂŒber Februar um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent.
IWF: Iran-Krieg treibt Inflation und bedroht Lieferketten
WASHINGTON - Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) weitreichende Folgen fĂŒr Energiehandel, globale Lieferketten und FinanzmĂ€rkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich.
Deutschland: Umsatz im Einzelhandel geht ĂŒberraschend weiter zurĂŒck
WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat im Februar ĂŒberraschend einen weiteren DĂ€mpfer erhalten. Im Monatsvergleich sanken die UmsĂ€tze preisbereinigt (real) um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der RĂŒckgang kam fĂŒr Analysten ĂŒberraschend. Sie hatten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Bereits im Januar waren die UmsĂ€tze um 1,1 Prozent gesunken.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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