Käse könnte Demenzrisiko senken
26.03.2026 - 05:49:21 | boerse-global.deRegelmäßiger Käsekonsum könnte das Risiko für Demenz verringern. Das legen mehrere aktuelle Studien nahe, die einen überraschenden Zusammenhang zwischen dem Verzehr bestimmter Käsesorten und einer besseren kognitiven Gesundheit im Alter zeigen.
Japanische Studie zeigt 24 Prozent geringeres Risiko
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Eine japanische Langzeitstudie mit fast 8.000 Teilnehmern über 65 Jahren ergab: Menschen, die mindestens einmal pro Woche Käse aßen, hatten ein um etwa 24 Prozent geringeres Demenzrisiko. Selbst nach Berücksichtigung anderer Ernährungsfaktoren blieb eine Risikoreduktion von 21 Prozent bestehen.
Eine parallele britische Studie bestätigt den Trend. Sie beobachtete Menschen mittleren Alters über ein Jahrzehnt. Das Ergebnis: Regelmäßige Käseesser zeigten langsamere Gedächtnisabbauprozesse. Ihr kognitiver Verfall glich einer sanften Kurve statt eines steilen Absturzes.
Schwedische Forscher finden starken Effekt bei fettem Käse
Besonders aufsehenerregend sind die Ergebnisse einer großen schwedischen Langzeitstudie. Forscher der Universität Lund begleiteten 28.000 Erwachsene über 25 Jahre. Ihr überraschendes Fazit: Menschen ohne genetisches Alzheimer-Risiko, die regelmäßig fettreichen Käse aßen, entwickelten seltener Demenz.
Der Effekt war konkret messbar. Teilnehmer, die täglich etwa 50 Gramm fettreichen Käse verzehrten, hatten ein um 13 Prozent geringeres Demenzrisiko. Bei täglichem Konsum von 20 Gramm Sahne sank das Risiko sogar um 16 Prozent. Besonders stark war der Zusammenhang bei vaskulärer Demenz – hier lag das Risiko 29 Prozent niedriger.
Interessant: Fettarme Milchprodukte wie Joghurt zeigten in dieser Studie keinen vergleichbaren Schutzeffekt.
Was steckt hinter der schützenden Wirkung?
Warum könnte Käse das Gehirn schützen? Experten diskutieren mehrere Mechanismen. Käse liefert Vitamin B12, das für den Aufbau von Nervenschutzhüllen wichtig ist, sowie hochwertiges Eiweiß und spezielle Fettsäuren.
Ein Schlüsselfaktor könnte die Fermentation sein. Viele Käsesorten sind fermentierte Lebensmittel, die die Darmflora positiv beeinflussen. Die sogenannte Darm-Hirn-Achse rückt immer mehr in den Fokus der Demenzforschung.
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Ein Beispiel: Forschung zu Camembert deutet an, dass enthaltene Fettsäureamide wie Myristamid die Gedächtnisleistung fördern könnten. Diese Annahme muss allerdings noch in Humanstudien überprüft werden.
Paradigmenwechsel oder statistisches Rauschen?
Die Ergebnisse stellen langjährige Ernährungsempfehlungen infrage. Jahrelang galten fettarme Diäten als Goldstandard für die Gesundheit. Jetzt zeigt sich: Ausgerechnet fettreicher Käse könnte protektiv wirken.
Doch Vorsicht ist geboten. Alle genannten Studien sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen Korrelationen, beweisen aber keine Kausalität. Kritiker wie Ernährungswissenschaftler Uwe Knop merken an: Käseliebhaber in den Studien könnten insgesamt einfach gesünder leben oder eine höhere Bildung haben. Diese Faktoren könnten den Effekt teilweise erklären.
Auch die zur Demenzprävention entwickelte MIND-Diät stuft Käse bisher als eher zu vermeidendes Nahrungsmittel ein.
Ein Puzzleteil im gesunden Lebensstil
Eines ist klar: Käse allein wird niemanden vor Demenz bewahren. Die Forschungsergebnisse deuten lediglich auf ein mögliches Puzzleteil in der Prävention hin. Ein ganzheitlicher Ansatz mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und geistiger Aktivität bleibt unverzichtbar.
Angesichts der Prognosen – die Zahl der Demenzfälle könnte sich bis 2050 verdreifachen – wird jede neue Erkenntnis genau beobachtet. Ob Käse tatsächlich kausal schützt, müssen nun randomisierte Kontrollstudien zeigen.
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