Schmerzdiagnostik, Bewegungsanalyse

KI revolutioniert Schmerzdiagnostik durch Bewegungsanalyse

28.01.2026 - 04:43:12

Künstliche Intelligenz analysiert Bewegungsmuster, um Schmerzen erstmals objektiv zu messen. Dies ermöglicht präzisere Therapien für chronisch Kranke und Patienten, die sich nicht äußern können.

Künstliche Intelligenz erfasst Schmerz erstmals objektiv. Neue Systeme analysieren Bewegungsmuster und könnten die subjektive Schmerzskala ablösen. Das verspricht bessere Therapien für Millionen chronisch Kranker.

Subjektive Skalen haben ausgedient

Bisher vertrauten Ärzte auf die numerische Bewertungsskala (NRS). Patienten schätzen ihren Schmerz dabei selbst von 0 bis 10 ein. Diese Methode ist anfällig für Tagesform, Angst oder individuelle Schmerztoleranz. Eine echte objektive Verlaufskontrolle war kaum möglich.

Besonders problematisch wird es bei Patientengruppen, die sich nicht klar äußern können:
* Kleinkinder
* Menschen mit Demenz
* Intensivpatienten

Auch physiologische Messungen wie Blutdruck oder Hautleitfähigkeit liefern oft kein vollständiges Bild. Die bewegungsbasierte KI-Analyse schließt diese diagnostische Lücke.

So durchleuchtet die KI den Schmerz

Die Technologie setzt auf Computer Vision und maschinelles Lernen. Spezielle Kameras erfassen Patientenbewegungen – beim Gehen, Aufstehen oder während Übungen. Marker sind dabei oft nicht mehr nötig.

Eine KI-Software analysiert die Videodaten in Echtzeit und erstellt ein biomechanisches Profil. Tiefe neuronale Netze erkennen Gelenke und verfolgen deren Bewegungsbahnen. Der Algorithmus spürt minimale Abweichungen auf:
* Schonhaltungen
* Veränderte Gangparameter
* Asymmetrische Belastungen

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Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Institute nutzen solche Systeme bereits in Bewegungslaboren. Sie berechnen Gelenkkräfte und bestimmen biomechanische Anomalien mit bisher unerreichter Präzision.

Deutsche Forschung treibt Innovation voran

Mehrere Institutionen in Deutschland forcieren die Entwicklung. Sie verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze:

An der Universität zu Lübeck arbeitet das Projekt KIBA an einer Analyse, die Muskelkontraktionen direkt erfasst. Ziel ist die Optimierung von Therapien für Menschen mit eingeschränktem Bewegungsapparat.

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IMS) fokussiert sich auf die optische Ganganalyse. Damit lässt sich das Sturzrisiko bei älteren Menschen besser bewerten.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) setzt sowohl markerbasierte als auch markerlose Systeme zur Therapieüberwachung ein.

Ein vielversprechender nächster Schritt ist die multimodale Schmerzerkennung. Dabei kombiniert die KI Bewegungsdaten mit der Analyse von Mimik und physiologischen Parametern wie der Atemfrequenz. Solche Systeme werden bereits in Studien zur Überwachung postoperativer Schmerzen erprobt.

Digitalisierung erreicht die Physiotherapie

Die KI-gestützte Bewegungsbeobachtung ist Teil eines größeren Trends. Sie ergänzt bereits etablierte digitale Anwendungen wie Therapie-Apps und Virtual-Reality-Anwendungen in der Schmerztherapie.

Für Therapeuten und Ärzte bieten die objektiven Daten eine evidenzbasierte Grundlage. Therapiepläne lassen sich individuell anpassen und deren Wirksamkeit präzise verfolgen. Durch die Quantifizierung von Fortschritten kann frühzeitig eingegriffen werden.

Experten sehen hier einen doppelten Nutzen: Bessere Ergebnisse für Patienten und eine Entlastung des klinischen Personals. Langfristig könnten sogar Gesundheitskosten durch effizientere Behandlungen sinken.

Wann kommt die KI in die Praxis?

Die Technologie ist vielversprechend, aber eine breite klinische Implementierung steht noch aus. Aktuelle Forschungsprojekte validieren die Algorithmen in größeren Patientenstudien. Gleichzeitig entwickeln Forscher mobile Anwendungen für den Einsatz außerhalb spezialisierter Labore.

Eine Studie am Klinikum Klagenfurt arbeitet an einer App, die Gesichtserkennung und Bewegungsanalyse kombiniert. Doch bis zum flächendeckenden Einsatz müssen noch Hürden überwunden werden:
* Gewährleistung des Datenschutzes
* Integration in bestehende Kliniksysteme
* Standardisierung der Messverfahren

Branchenanalysten sind dennoch optimistisch. Sie gehen davon aus, dass KI-Systeme in den kommenden Jahren in Rehabilitation, Sportmedizin und Geriatrie zum Standard werden. Das Ziel ist klar: Schmerz nicht nur zu behandeln, sondern ihm präventiv zu begegnen.

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