Kleinanzeigen: Neue Betrugswelle mit Goldbarren und Phishing
26.03.2026 - 00:00:23 | boerse-global.deDie Polizei warnt vor einer neuen Betrugswelle auf Kleinanzeigen. Kriminelle nutzen gefälschte Goldbarren und manipulieren das Bezahlsystem "Sicher bezahlen". Verkäufer sind zunehmend das Ziel.
Goldbarren-Betrug: Täuschend echt in Lippe
Im Kreis Lippe häufen sich Fälle mit gefälschten Goldbarren. Täter bieten die Barren über Kleinanzeigen an und vereinbaren persönliche Treffen. Sie präsentieren täuschend echte Fälschungen inklusive gefälschter Zertifikate.
Die Käufer zahlen hohe Barbeträge bei der Übergabe. Erst später stellt sich heraus, dass die Barren wertlos sind. Die Polizei Lippe betont: Die Qualität der Fälschungen ist so hoch, dass Laien den Betrug vor Ort kaum erkennen.
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Die Ermittler raten dringend, Edelmetallgeschäfte nur über zertifizierte Händler abzuwickeln. Bei Privatkäufen sollte die Ware gemeinsam bei einem Juwelier geprüft werden, bevor Geld fließt.
"Sicher bezahlen" wird zur Phishing-Falle
Parallel verlagert sich die Kriminalität auf die digitale Ebene. Aktuell manipulieren Betrüger gezielt das Bezahlsystem "Sicher bezahlen". Sie verschicken Phishing-Mails und SMS, die dem offiziellen Kommunikationsstil des Portals gleichen.
Die Nachrichten suggerieren Verkäufern, ihr Artikel sei bezahlt. Das Geld müsse nur über einen Link "abgeholt" werden. Klicken die Opfer diesen Link an, landen sie auf einer gefälschten Seite.
Dort werden sie aufgefordert, Kreditkarten- oder Online-Banking-Daten einzugeben. Die Täter nutzen diese Informationen für sofortige Abbuchungen, oft über Auslandskonten. Die echte "Sicher bezahlen"-Funktion läuft ausschließlich innerhalb der Nachrichtenfunktion des Portals.
QR-Codes und Dreiecksbetrug: Die neuen Tricks
Eine weitere Gefahr ist "Quishing" – Phishing per QR-Code. Vermeintliche Käufer senden Verkäufern einen bösartigen QR-Code. Dieser soll angeblich die Zahlung bestätigen oder den Versand einleiten.
Hinter dem Code verbergen sich Schadsoftware-Links oder gefälschte Zahlungsseiten. Die Täter nutzen die Bequemlichkeit der Nutzer aus, die QR-Codes oft ohne Misstrauen scannen.
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Daneben bleibt der klassische Dreiecksbetrug eine Herausforderung. Ein Betrüger tritt dabei gleichzeitig als Käufer und Verkäufer auf. Er bietet ein Produkt an, das er nicht besitzt, und kauft es parallel bei einem echten Verkäufer.
Das Geld des ahnungslosen Endkäufers geht an den echten Verkäufer, der die Ware an den Betrüger verschickt. Fordert der Endkäufer sein Geld zurück, bleibt der echte Verkäufer auf dem Schaden sitzen.
So schützen Sie sich vor Betrug
Verbraucherschützer empfehlen klare Regeln: Verlagern Sie die Kommunikation niemals auf externe Dienste wie WhatsApp oder E-Mail. Seriöse Transaktionen benötigen keine Bestätigung durch externe Links.
Seien Sie misstrauisch bei künstlichem Zeitdruck oder ungewöhnlichen Zahlungswegen. Diese umgehen oft den Käuferschutz. Geben Sie niemals Fernwartungssoftware auf Geheiß eines unbekannten Partners frei.
Was tun, wenn Sie bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben haben? Sperren Sie umgehend Ihre Bankkarten über die Notrufnummer 116 116. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie Ihr Kleinanzeigen-Konto.
Die Betrugsmaschen werden immer raffinierter. Bleiben Sie wachsam – Ihre Skepsis ist der beste Schutz.
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