US-UmweltschĂŒtzer, Kehrtwende

US-UmweltschĂŒtzer klagen gegen Kehrtwende beim Klimaschutz

19.02.2026 - 11:59:28 | dpa.de

Klimaschutzorganisationen in den USA klagen gegen PlĂ€ne der Regierung von PrĂ€sident Donald Trump, Treibhausgase kurzerhand fĂŒr unproblematisch zu erklĂ€ren und damit eine zentrale Rechtsgrundlage der amerikanischen Klimaschutzpolitik zu kippen.

Das BĂŒndnis aus 17 Umwelt- und Gesundheitsorganisationen wirft der Umweltbehörde EPA und ihrem Leiter Lee Zeldin in der Klageschrift vor, rechtswidrig zu handeln, wie die Umweltorganisation Earthjustice mitteilte.

Die EPA will ihre langjĂ€hrige wissenschaftliche Feststellung zurĂŒcknehmen, wonach Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan eine Gefahr fĂŒr die öffentliche Gesundheit darstellen. Diese sogenannte Endangerment Finding aus dem Jahr 2009 ist die entscheidende Grundlage, dass ihr Ausstoß nach dem Luftreinhaltegesetz reguliert werden darf. Auch strich die EPA Abgasnormen fĂŒr Verbrennerfahrzeuge, weil diese angeblich "nutzlos" seien.

An der Klage, eingereicht am Mittwoch (Ortszeit) vor einem Bundesberufungsgericht in Washington, beteiligen sich unter anderem die American Public Health Association und die American Lung Association. Die leitende AnwĂ€ltin bei Earthjustice, Hana Vizcarra, sagte, die Umweltbehörde gebe ihren Kernauftrag auf, die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schĂŒtzen, um stattdessen umweltschĂ€dliche Industrien zu fördern. Earthjustice und seine Partner verteidigten, was alle als Wahrheit wĂŒssten: "Klimaverschmutzung schadet unserer Gesundheit, unserem Wohlergehen und unserer Wirtschaft - und die EPA ist verpflichtet, diese schĂ€dlichen Emissionen zu kontrollieren."

Weltklimarat: Treibhausgase Haupttreiber der Klimakrise

In der Wissenschaft besteht seit langem Einigkeit, dass Treibhausgase, die beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle entstehen, Haupttreiber der sich verschĂ€rfenden Klimakrise sind. Neue Erkenntnisse, die diese EinschĂ€tzung infrage stellen, gibt es nicht.

Inzwischen geht die Wissenschaft davon aus, dass die im Pariser Klimaabkommen angestrebte maximale ErderwĂ€rmung von 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit mindestens befristet ĂŒberschritten wird, und zwar schon spĂ€testens zu Beginn der 2030er Jahre. Die drastischen Folgen wĂ€ren mehr und heftigere StĂŒrme, WaldbrĂ€nde, DĂŒrren und Überschwemmungen. Die zehn wĂ€rmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren die vergangenen zehn.

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