KOSPI, Heftiger

KOSPI: Heftiger Wochenbeginn

30.03.2026 - 14:16:18 | boerse-global.de

Der südkoreanische Leitindex verzeichnete einen massiven Tagesverlust, angetrieben durch steigende Ölpreise und wachsende geopolitische Risiken im Nahen Osten.

KOSPI: Heftiger Wochenbeginn - Foto: über boerse-global.de

Der Nahost-Konflikt geht in seine fünfte Woche – und die Märkte quittieren das mit wachsender Nervosität. Südkoreanische Aktien gehören an diesem Montag zu den größten Verlierern weltweit.

Seoul unter Verkaufsdruck

Der Kospi brach heute um mehr als fünf Prozent ein. Der technologielastige Kosdaq verlor fast vier Prozent. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die den Index seit Kriegsbeginn belastet: Im bisherigen Monatsverlauf summieren sich die Verluste auf rund neun Prozent.

Auslöser der jüngsten Talfahrt ist die Eskalation im Nahen Osten. Houthi-Kräfte aus dem Jemen haben sich aktiv in den Konflikt eingeschaltet, während US-Präsident Trump öffentlich über mögliche Militäraktionen gegen den Iran nachdenkt. Brent-Rohöl überstieg zeitweise die Marke von 116 Dollar je Barrel – auf dem Weg zum größten monatlichen Anstieg seit Bestehen dieses Benchmarks. Das drückt auf die Stimmung exportorientierter Volkswirtschaften wie Südkorea, die stark von Energieimporten abhängig sind.

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Keine Entwarnung in Sicht

Besonders beunruhigend für Investoren: Auch Terminkontrakte auf Brent mit dreimonatiger Laufzeit notieren inzwischen über 100 Dollar. Das signalisiert, dass die Märkte nicht mit einer schnellen Lösung rechnen – und damit auch mit einem anhaltenden Preisdruck bei Energie.

Japan trifft es ähnlich hart. Der Nikkei verlor heute knapp vier Prozent, im Monatsverlauf sind es fast 13 Prozent. Der Yen fiel auf über 160 je Dollar, was Tokio zu Interventionsdrohungen veranlasste. Asien kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig.

Während europäische Börsen und US-Futures am Morgen leicht im Plus lagen – gestützt von vagen Hinweisen auf mögliche Gespräche zwischen Washington und Teheran –, finden südkoreanische Werte derzeit kaum Käufer. Wie schnell sich das ändert, hängt maßgeblich davon ab, ob den diplomatischen Signalen auch Taten folgen.

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