MacBook, Neo

MacBook Neo ausverkauft, Microsoft erhöht Preise

16.04.2026 - 21:00:53 | boerse-global.de

Apples gĂŒnstiger MacBook Neo ist schnell vergriffen, wĂ€hrend Microsoft seine Surface-GerĂ€te verteuert. Gleichzeitig gewinnt Linux in Europa und bei Gamern an Bedeutung.

MacBook Neo ausverkauft, Microsoft erhöht Preise - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der PC-Markt erlebt einen turbulenten FrĂŒhling: WĂ€hrend Apple mit seinem gĂŒnstigen MacBook Neo den Einstiegsmarkt erobern will, reagiert Microsoft mit Preiserhöhungen. Gleichzeitig gewinnt Linux in Europa und bei Gamern an Boden.

Apple: Billig-Laptop ausverkauft, Air-Modell teurer

Der im MĂ€rz vorgestellte MacBook Neo ist bei vielen HĂ€ndlern bereits nicht mehr lieferbar. Die Wartezeit fĂŒr das 599-Euro-GerĂ€t betrĂ€gt teils bis zu fĂŒnf Monate. Apple hat die Jahresproduktion deshalb von sieben auf zehn Millionen StĂŒck hochgefahren. Der Laptop mit A18-Pro-Chip richtet sich vor allem an Studierende. Kurzzeitig war er sogar fĂŒr 590 Euro bei Amazon zu haben – ein Rekordtief.

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Parallel dazu hat Apple sein Flaggschiff aktualisiert. Das neue M5 MacBook Air startet bei 1.099 Euro, also 100 Euro mehr als das VorgĂ€ngermodell. DafĂŒr sind nun 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD Standard. Der M5-Chip soll 10 bis 20 Prozent schneller sein als der M4. HĂ€ndler wie Amazon gewĂ€hren bereits 150 Euro Rabatt, sodass der Einstiegspreis bei 949 Euro liegt.

Microsoft setzt auf teurere Premium-GerÀte

WĂ€hrend Apple nach unten expandiert, geht Microsoft den umgekehrten Weg. Das Unternehmen erhöhte am 14. April die Preise fĂŒr die gesamte Surface-Linie. Das gĂŒnstigste 12-Zoll-Surface Pro kostet nun 1.049 Euro statt bisher 799 Euro. Als Grund nennt Microsoft gestiegene Komponentenkosten.

Als Antwort auf den ausverkauften MacBook Neo startete Microsoft am 15. April eine „College Offer“. Bis Ende Juni gibt es Windows-11-Laptops von Partnern wie Dell oder HP schon ab 429 Euro inklusive 12 Monaten Microsoft 365 Premium und Xbox Game Pass. Ein klarer Versuch, Studierende mit langen Lieferzeiten beim Konkurrenten abzufangen.

KI-Tools und regulatorische HĂŒrden

Die Software-Landschaft verĂ€ndert sich parallel durch KI. OpenAI brachte am 16. April ein großes Update fĂŒr seine Codex-App auf macOS heraus. Die neue „Computer Use“-Funktion erlaubt es der KI, im Hintergrund mit eigenem Cursor Anwendungen zu steuern. Ein Pro-Abo kostet 100 Dollar im Monat.

Die fortschrittlichsten Automatisierungsfunktionen sind jedoch nicht in der EU und Großbritannien verfĂŒgbar. Grund sind regulatorische Bedenken – ein Beispiel fĂŒr die wachsende Kluft zwischen globaler Technikentwicklung und regionalen Vorschriften.

Linux: Frankreich migriert, Gaming-Anteil steigt

Ein bedeutender Wandel vollzieht sich im öffentlichen Sektor. Frankreich kĂŒndigte im April an, rund 2,6 Millionen Regierungs-ArbeitsplĂ€tze von Windows auf Linux umzustellen. Bis 2030 soll die Migration abgeschlossen sein. Die Maßnahme dient der digitalen SouverĂ€nitĂ€t und soll AbhĂ€ngigkeiten von US-Software reduzieren. Die Gendarmerie nutzt mit GendBuntu bereits seit 2008 erfolgreich Linux und sparte so Millionen an LizenzgebĂŒhren.

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Auch bei Verbrauchern gewinnt Linux an Beliebtheit. Der Linux-Anteil unter Gamern stieg laut Steam-Hardware-Umfrage im MĂ€rz 2026 auf 5,33 Prozent – ein Plus von drei Prozentpunkten im Jahresvergleich. Treiber sind der Steam Deck und bessere KompatibilitĂ€tstools wie Proton. Die im April veröffentlichte Linux-Kernel-Version 7.0 bringt zudem volle Rust-UnterstĂŒtzung und verbesserte CPU-Auslastung.

Ausblick: OLED-MacBooks und gĂŒnstiger Mini-PC

Die aktuellen Marktbewegungen sind wohl nur der Vorbote grĂ¶ĂŸerer Hardware-Updates zum Jahresende. GerĂŒchten zufolge plant Apple fĂŒr das vierte Quartal 2026 eine große MacBook Pro-Überholung. Mögliche Neuerungen: die ersten OLED-Displays bei Macs, Touchscreen-Funktionen und ein M6-Chip im 2-nm-Verfahren.

FĂŒr Nutzer alter Intel-Macs könnte jetzt der ideale Zeitpunkt fĂŒr einen Wechsel sein. Die LeistungslĂŒcke zu den neuen ARM-Chips wie M5 oder A18 Pro wĂ€chst, gleichzeitig lĂ€uft der Software-Support fĂŒr die alte Architektur aus.

Spekulationen gibt es auch um einen „Mac Neo“-Desktop. Apple arbeite angeblich an einem gĂŒnstigen Mini-PC fĂŒr 2027. Mit einem A19-Pro-Chip und GehĂ€use aus Kunststoff könnte das GerĂ€t bei rund 300 Euro liegen. Das wĂŒrde Apples neue Strategie untermauern, auch im Niedrigpreissegment mit Windows- und ChromeOS-GerĂ€ten zu konkurrieren.

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