Europa Schluss: EuroStoxx 50 verharrt unter langjÀhrigem Hoch
20.02.2024 - 18:17:23Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex fĂŒr die Eurozone schloss 0,06 Prozent niedriger mit 4760,28 ZĂ€hlern. Er verharrte unter dem mehr als 20-jĂ€hrigen Hoch, das er am Freitag erreicht hatte. WĂ€hrend die Börsen in London und Frankfurt moderat nachgaben, ging es fĂŒr die Börsenbarometer in Paris, ZĂŒrich und Madrid nach oben. Alles in allem waren die Kursbewegungen ĂŒberschaubar.
Marktexperte Andreas Lipkow sprach von einer Pause nach den jĂŒngsten Kursgewinnen. "Die derzeitige Kurskonsolidierung wird von vielen Marktteilnehmer willkommen geheiĂen", schrieb Lipkow. Dazu habe auch beigetragen, dass am Dienstag keine wichtigen volkswirtschaftlichen Daten auf der Agenda gestanden hĂ€tten. Auch von den groĂen Notenbanken gab es keine kursbeeinflussenden Aussagen.
FĂŒr den französischen Cac 40 FR0003500008 ging es um 0,34 Prozent auf 7795,22 Punkte nach oben, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 0,12 Prozent niedriger bei 7719,21 ZĂ€hlern schloss.
StĂ€rkster Sektor waren die Chemiewerte. Hier setzte der französische Industriegasproduzent Air Liquide FR0000120073 Akzente. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr von einer guten Nachfrage profitiert. Im laufenden Jahr will Unternehmenschef Francois Jackow die Betriebsmarge weiter steigern. Die guten Aussichten lieĂen die Aktie um mehr als 8 Prozent steigen.
Im Bankensektor ragten Barclays GB0031348658 heraus. Die britische Bank will mit milliardenschweren Einsparungen ihren Gewinn nach oben treiben. Bis zum Jahr 2026 sollen die Kosten um zwei Milliarden britische Pfund (2,5 Mrd Euro) sinken. Davon dĂŒrften vor allem die Anteilseigner profitieren: So will die Bank in den Jahren 2024 bis 2026 insgesamt mindestens 10 Milliarden Pfund fĂŒr Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufe ausgeben. Das kam sehr gut an, die Aktie gewann fast 9 Prozent.
Zuversichtlich war auch die Reaktion auf die Zahlen des französischen EinzelhÀndlers Carrefour FR0000120172. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem insgesamt guten Zahlenwerk. Nach der schwachen Entwicklung der Vormonate gewann der Wert 2,5 Prozent.
Weniger gut sah es bei BHP Group aus. Das Zahlenwerk des Bergbaukonzerns entsprach nach Ansicht der Analysten von Berenberg den Erwartungen, bot aber keine Ăberraschungen. Die Aktie verlor mehr als 3 Prozent und belastete damit den Rohstoffsektor.

