Dutzende Kirchen ziehen Geld aus fossilen Energien ab
18.11.2025 - 13:17:50Das gaben auf der UN-Klimakonferenz in Brasilien der Weltkirchenrat und das Laudato Si' Movement bekannt sowie fĂŒr Deutschland die Christians for Future, Teil der Klimabewegung Fridays for Future.
Das Umschwenken bei den Geldanlagen sei ein Signal an die rund 200 Staaten, die bis Ende der Woche in BelĂ©m im Amazonasgebiet ĂŒber die EindĂ€mmung der Klimakrise beraten, hieĂ es. "Es ist höchste Zeit, Investitionen aus fossilen EnergietrĂ€gern abzuziehen und in eine gerechte, nachhaltige Zukunft zu investieren."
Bereits im Juli hatten alle katholischen Bischöfe Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik erstmals eine ErklĂ€rung zur Klimakrise abgegeben. Gefordert wurde der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, das Ende aller neuen Infrastrukturprojekte fĂŒr Ăl, Gas und Kohle sowie eine angemessene Besteuerung derjenigen, die davon profitiert haben.
"Die Politik sollte es ihnen gleichtun"
Kathrin Fingerle, aktiv bei Christians for Future, erklĂ€rte: "Die Kirchen gehen weiter glaubwĂŒrdig den Weg der Klimagerechtigkeit - die Politik sollte es ihnen gleichtun." Beteiligt sind hierzulande den Angaben zufolge 42 Mitglieder des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren. Darunter sind die Evangelische Kirche in Deutschland, fast alle evangelischen Landeskirchen, kirchliche Finanzinstitutionen und diakonische Werke - sowie mehrere katholische Organisationen wie die ZentraleuropĂ€ische Jesuitenprovinz, die Steyler Bank und die Pax-Bank fĂŒr Kirche und Caritas.

