Wehrdienstdebatte, Merz

Wehrdienstdebatte: Merz fĂŒr allgemeines Pflichtjahr

05.10.2025 - 21:19:45 | dpa.de

Mit Blick auf die aktuelle Debatte um den Wehrdienst erwartet Friedrich Merz auf die Dauer auch eine Pflicht.

"Ich bin dafĂŒr, dass wir das machen, was wir im Koalitionsvertrag verabredet haben, nĂ€mlich vorlĂ€ufig freiwillig. Aber ich vermute, es wird bei Freiwilligkeit allein nicht bleiben", sagte der CDU-Chef in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Die Sendung wurde am Abend aufgezeichnet und soll um 21.45 Uhr ausgestrahlt werden.

Was ist mit den Frauen?

Es gebe derzeit etwa 350.000 junge MĂ€nner pro Jahrgang, sagte Merz. Man werde aber nicht alle davon mustern und einziehen. Es gebe ungefĂ€hr genauso viele junge Frauen pro Jahrgang, die aber nicht gemustert und eingezogen werden dĂŒrften, weil das Grundgesetz dagegen stehe. "Ich bin dafĂŒr, dass wir ein allgemeines gesellschaftliches Pflichtjahr in Deutschland etablieren, aber auch dazu braucht es eine GrundgesetzĂ€nderung", sagte Merz.

Die Bundeswehr benötigt etwa 80.000 zusĂ€tzliche aktive Soldaten. Denn die Nato hĂ€lt fĂŒr die Truppe eine GrĂ¶ĂŸenordnung von 260.000 fĂŒr erforderlich, um einem Angriff etwa Russlands standzuhalten. Der Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) setzt auf Freiwilligkeit, um mehr junge Leute fĂŒr die Bundeswehr zu gewinnen, und einen auch finanziell attraktiveren Dienst.

"Ernsthafte Bedrohung unserer Sicherheit"

Aus der Union wird schon seit lÀngerem kritisiert, dass in dem Gesetzentwurf nicht genau definiert wird, unter welchen Bedingungen die bisher geplante Freiwilligkeit in eine neue Pflicht umgewandelt werden könnte.

Das neue Wehrdienstgesetz sollte eigentlich am kommenden Donnerstag in erster Lesung im Bundestag beraten werden. Am Samstag erklĂ€rten dann Sprecher beider Koalitionsfraktionen, die Bundestagsberatungen sollten in der ĂŒbernĂ€chsten Woche beginnen.

Hinter den Drohnensichtungen in letzter Zeit vermutet der Kanzler Russland. "Es ist eine ernsthafte Bedrohung unserer Sicherheit." Er bemĂŒhte sich aber auch zu beruhigen: "Wir haben bis jetzt nicht einen einzigen Vorfall oder Vorgang mit einer bewaffneten Drohne gehabt. Es sind AusspĂ€hversuche. Es sind auch Versuche, die Bevölkerung zu verunsichern." Die Regierung werde etwas dagegen tun.

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