Esa bekommt Rekordetat fĂŒr StĂ€rkung Europas im All
27.11.2025 - 15:12:54Das kommende Drei-Jahres-Budget der europĂ€ischen Raumfahrtbehörde betrĂ€gt knapp 22,1 Milliarden Euro. Esa-Chef Josef Aschbacher nannte das Ergebnis "ziemlich herausragend". Bundesraumfahrtministerin Dorothee BĂ€r (CSU) kĂŒndigte einen deutschen Beitrag von mehr als fĂŒnf Milliarden Euro an.
Vor der Konferenz hatte Aschbacher sich besorgt gezeigt, dass Europa in der Raumfahrt abgehĂ€ngt werden könnte. Nun sagte er: "Ich denke, die Botschaft, dass Europa aufholen und sich engagieren muss, um die Zukunft Europas durch die Raumfahrt buchstĂ€blich zu beflĂŒgeln, wurde von unseren Ministern sehr ernst genommen." Das beschlossene Budget ist fast so hoch wie von Aschbacher vorgeschlagen. Ăblicherweise liegt der Etat nach den Verhandlungen deutlicher unter dem Esa-Vorschlag.
"Sie haben Geschichte geschrieben", sagte der Esa-Chef an die 23 Mitgliedstaaten gerichtet. Die Rekordsumme zeige, dass Raumfahrt extrem attraktiv sei, im Alltag sehr gebraucht werde und immer wichtiger fĂŒr Sicherheit und Verteidigung werde. 2022 hatten sich die Esa-LĂ€nder auf ein Budget von knapp 17 Milliarden Euro geeinigt. Schon dies war ein Rekord.
BÀr: Deutschland stÀrkster Beitragszahler
Raumfahrtministerin BĂ€r sagte, Deutschland sei erneut stĂ€rkster Esa-Beitragszahler. Der Beitrag steige um 30 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro beziehungsweise inflationsbereinigt auf rund 5,1 Milliarden Euro. "Gerade bei der angespannten Haushaltslage ist es noch mal ein ganz klares Signal, was hier von der gesamten Bundesregierung ausgeht: Raumfahrt ist eine Investition in unsere Zukunft." FĂŒr Deutschland und Europa gehe es nun mit ganz neuem Schwung ins Rennen ums All. BĂ€r betonte: "An Made in Germany fĂŒhrt in der Raumfahrt kein Weg vorbei."
Die 23 Mitgliedstaaten der Esa hatten sich zwei Tage lang in Bremen getroffen, um ĂŒber das kĂŒnftige Budget der Esa und die PrioritĂ€ten in Europas Raumfahrt zu diskutieren. Bremen ist neben Bayern und Baden-WĂŒrttemberg einer der bedeutendsten Raumfahrtstandorte in Deutschland.
Die LĂ€nder gaben Esa-Chef Aschbacher bei der Tagung auch den Auftrag, einen Plan fĂŒr die Dekarbonisierung des europĂ€ischen Raumfahrtsektors zu entwickeln. Wegen der schwierigen geopolitischen Lage einigten sich die Mitgliedstaaten darauf, sich im Zweifel spĂ€testens Anfang 2027 zu einem spontanen Zwischengipfel zu treffen, um die Ambitionen bei der Raumfahrt anzupassen.

