LĂ€nder, Mehrkosten

LÀnder warnen: Mehrkosten könnten Zugstrecken kosten

19.03.2026 - 11:19:06 | dpa.de

Nach dem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs zu den Trassenpreisen nimmt die politische Debatte um die kĂŒnftige Finanzierung des Schienennahverkehrs Fahrt auf.

Bayerns Verkehrsminister und Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, Christian Bernreiter (CSU), warnte vor einem "Abbestellszenario ungekannten Ausmaßes auf dem RĂŒcken der FahrgĂ€ste", sollte der Bund nicht mehr Geld geben, um die befĂŒrchteten Mehrkosten fĂŒr die Verkehrsunternehmen abzufedern.

"Wir werden das gleich nÀchste Woche bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau mit hoher PrioritÀt behandeln. Wir brauchen jetzt schnelle Lösungen", betonte Bernreiter.

Der EuGH hatte zuvor entschieden, dass die deutsche Regelung zum Preisdeckel fĂŒr die Schienennutzung im Nahverkehr nicht mit europĂ€ischem Recht vereinbar ist. Mit der sogenannten Trassenpreisbremse war der Regional- und Nahverkehr, der rund zwei Drittel des gesamten Schienenverkehrs ausmacht, begĂŒnstigt worden. Mit dem Urteil drohen den Unternehmen in großem Umfang Mehrkosten.

Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt deshalb davor, dass die Unternehmen Regionalzug-Verbindungen in großem Umfang einstellen könnten. Der Bund mĂŒsse die Mehrkosten vollstĂ€ndig ausgleichen, forderte VDV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Oliver Wolff.

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