EU-Parlament, Arbeit

EU-Parlament will Arbeit an US-Zolldeal wieder aufnehmen

04.02.2026 - 17:53:27

Nach der Entspannung im Grönland-Konflikt will das EuropÀische Parlament die Arbeiten zur Umsetzung des EU-US-Zollabkommens fortsetzen.

Der Handelsausschuss des Parlaments könnte in seiner Sitzung am 24. Februar seine Position beschließen, wie der Vorsitzende des Handelsausschusses im EuropĂ€ischen Parlament, Bernd Lange, mitteilte. Im MĂ€rz könnte dann das Plenum darĂŒber abstimmen.

Das Abkommen sieht vor, eine zollfreie Einfuhr von US-IndustriegĂŒtern zu ermöglichen. Im Gegenzug hatten sich die USA im vergangenen Sommer verpflichtet, die Zölle auf die meisten EU-Importe auf maximal 15 Prozent zu begrenzen. Im Zuge dessen wurden etwa die Zölle auf Autos gesenkt.

Trumps Drohungen hatten gebremst

Im Januar kĂŒndigte Trump dennoch Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europĂ€ischen Staaten an. Er wollte damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu DĂ€nemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Das EuropĂ€ische Parlament legte daraufhin die Arbeiten zur Umsetzung des Zollabkommens im Januar formell auf Eis. Nach GesprĂ€chen mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte nahm Trump die Drohung jĂŒngst wieder zurĂŒck.

Angesichts der US-Politik wollen Europaabgeordnete in die Rechtstexte zur Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Produkte eine Notbremse einbauen. So soll es die Möglichkeit geben, die "Anwendung des Abkommens jederzeit einzufrieren, wenn europÀische Interessen, Sicherheit oder territoriale IntegritÀt bedroht sind", erklÀrte Lange.

Lange: US-Zölle auf Stahl und Aluminium mĂŒssen sinken

Der SPD-Politiker verwies zudem darauf, dass die USA noch immer auf Hunderte europĂ€ische Stahl- und Aluminiumprodukte Zölle von bis zu 50 Prozent verhĂ€ngten. "Solange diese Zölle nicht auf 15 Prozent gesenkt werden, kann es keinen zollfreien Zugang fĂŒr US-Stahl und US-Aluminium zum europĂ€ischen Markt geben."

Nach der Abstimmung im Parlament wird es noch GesprĂ€che mit den EU-Mitgliedstaaten geben. Danach mĂŒssen beide Seiten die Zollsenkungen auch noch formell billigen.

@ dpa.de