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New York: Leicht im Minus nach Erholungsrally

09.04.2026 - 16:40:32 | dpa.de

Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte haben die US-AktienmĂ€rkte am Donnerstag leichte Einbußen verzeichnet.

Nach der Erleichterung ĂŒber eine zweiwöchige Waffenruhe in Nahost zeigen sich die Anleger angesichts wieder steigender Ölpreise vorsichtig. Frische US-Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf die Leitindizes.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 sank zuletzt um 0,2 Prozent auf 47.804 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 6.767 ZĂ€hler. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,4 Prozent auf 24.809 Punkte abwĂ€rts. Tags zuvor hatten sich Dow und Nasdaq 100 mit Gewinnen von jeweils knapp 3 Prozent deutlich von ihren Ende MĂ€rz erreichten Tiefs abgesetzt.

FĂŒr etwas Belastung sorgt Marktexperten zufolge, dass die Straße von Hormus derzeit faktisch weiter geschlossen ist. Nur wenige Schiffe haben seit der AnkĂŒndigung der Waffenruhe die fĂŒr den Rohöl- und FlĂŒssiggas-Transport global wichtige Meeresenge passiert. Von mehreren Seiten wird ĂŒbereinstimmend berichtet, dass der Iran in der Straße von Hormus eine Art Mautstellen-System eingefĂŒhrt hat.

Obendrein gab es massive Angriffe Israels im Libanon, weshalb der Iran nun droht, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-PrĂ€sident Donald Trump droht seinerseits ebenfalls mit einer neuen militĂ€rischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Laut der US-Regierung sollen am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, um ĂŒber ein endgĂŒltiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu sprechen.

Die US-Wirtschaft wuchs im Schlussquartal 2025 um 0,5 Prozent und damit schwĂ€cher als erwartet. Die ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche stĂ€rker als prognostiziert. Die privaten Einkommen fielen im Februar unerwartet, wĂ€hrend die privaten Konsumausgaben im Januar geringer als geschĂ€tzt zulegten. Der Anstieg des Preisindex PCE verharrte im Februar wie erwartet bei 2,8 Prozent. Der PCE ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird an den FinanzmĂ€rkten stark beachtet.

Die Aktien von CoreWeave US21873S1087 fielen um 3,4 Prozent. Der Anbieter von Cloud-KapazitĂ€t im Bereich KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) gab eine deutlich ausgebaute, langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta US30303M1027 bekannt. Bis Dezember 2032 stellt CoreWeave dem Facebook-Mutterkonzern Rechenleistung im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bereit. Die Meta-Papiere gewannen 2,1 Prozent.

FĂŒr die Titel von Constellation Brands US21036P1084 ging es um 5,3 Prozent nach oben. Der Alkoholkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt, die besser als erwartet ausgefallen waren. Der Ergebnisausblick auf das laufende GeschĂ€ftsjahr blieb aber hinter den Markterwartungen zurĂŒck.

Die Anteilscheine von Marvell Technology US5738741041 verbuchten einen Kursanstieg von 4,1 Prozent, nachdem Barclays die Aktien des Herstellers von Halbleiterprodukten auf "Overweight" hochgestuft hatte. Die Papiere von Zscaler US98980G1022 sackten hingegen um 7,6 Prozent ab. Der Finanzdienstleister BTIG hatte die Titel des Experten fĂŒr IT-Sicherheit auf "Neutral" abgestuft.

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