Weniger AuftrĂ€ge fĂŒr den Tiefbau
25.06.2025 - 10:59:41Der Wert der neuen preisbereinigten Bestellungen ist im Monatsvergleich um 8,0 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
GegenĂŒber dem April 2024 betrĂ€gt der Zuwachs bei den preisbereinigten AuftrĂ€gen aber immer noch 5,7 Prozent. Zu aktuellen Preisen ergibt sich ein Zuwachs von 6,1 Prozent in der Jahresfrist.
Hintergrund sind eine Reihe von GroĂauftrĂ€gen im Tiefbau etwa fĂŒr StraĂen und Schienentrassen, die im MĂ€rz zu einem Rekordanstieg von 34,3 Prozent gegenĂŒber den Februarzahlen gefĂŒhrt hatten. Das hat sich im April mit einem Order-RĂŒckgang im Tiefbau um 20,6 Prozent nicht wiederholt.
Im aussagekrÀftigeren Dreimonatsvergleich legten die Gesamtorder im Zeitraum Februar bis April nur um 2,1 Prozent zu. Im Tiefbau betrug das Plus nur 0,8 Prozent.
Die preisbereinigten UmsÀtze der Unternehmen mit mindestens 20 BeschÀftigten fielen im April 1,4 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor. Nach vier Monaten sind die realen Erlöse im laufenden Jahr bislang aber 2,4 Prozent höher ausgefallen als im Vergleichszeitraum 2024.
VerbÀnde warten auf Investitions-Milliarden
Die BranchenverbĂ€nde setzen auf öffentliche AuftrĂ€ge aus dem im Kabinett beschlossenen Bundeshaushalt einschlieĂlich des Sondervermögens Infrastruktur. Es sei essenziell, dass die Investitionsmittel nicht erst mit dem Bundestagsbeschluss Ende September freigegeben werden, forderte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bauindustrieverbandes, Tim-Oliver MĂŒller. Sonst drohe ein weiteres verlorenes Baujahr ohne neue BrĂŒcken- und StraĂenprojekte.
Sein Kollege Felix Pakleppa vom Baugewerbe begrĂŒĂte zwar die erhöhten InvestitionsansĂ€tze fĂŒr die Infrastruktur, kritisierte aber gleichzeitig, dass die aus dem Sondervermögen geplanten Mittel teils solche aus dem Kernhaushalt ersetzten. Sie seien daher nicht vollstĂ€ndig zusĂ€tzlich.

