Produktion/Absatz, Wettbewerb

Nvidia-Chef: DĂŒrfen wieder KI-Chips nach China liefern

15.07.2025 - 07:50:26

Nach monatelangen ExportbeschrĂ€nkungen darf der US-Techriese Nvidia US67066G1040 seine fĂŒr China konzipierten KI-Chips wieder in der Volksrepublik verkaufen.

"Ich kĂŒndige an, dass uns die US-Regierung Genehmigungen erteilt hat, Lizenzen fĂŒr die Auslieferung von H20 zu beantragen", sagte Nvidia-Chef Jensen Huang vor chinesischen Journalisten. Nvidia werde also wieder anfangen, H20-Chips auf dem chinesischen Markt zu verkaufen, erklĂ€rte er.

Die Entscheidung folgt auf eine Einigung im andauernden Handelsstreit zwischen China und den USA, gegenseitige BeschrĂ€nkungen zu mindern. Der genaue Inhalt der Vereinbarung ist weiterhin unbekannt. Washington wollte, dass die Chinesen ihre Ausfuhrkontrollen auf fĂŒr die Industrie wichtige seltene Erden lockern. Peking verlangte, dass die USA im Gegenzug den Export wichtiger Technologie, von der China abhĂ€ngig ist, wieder erlaubt.

Huang auf China-Besuch

Huang hatte zuvor in der US-Hauptstadt Washington mit PrĂ€sident Donald Trump unter anderem ĂŒber KĂŒnstliche Intelligenz gesprochen, wie Nvidia mitteilte. In Peking habe Huang nun Vertreter der Regierung und der Industrie zum selben Thema getroffen, hieß es.

Seit April hatte Trump die rechenstarken H20-Chips mit ExportbeschrĂ€nkungen belegt. Schon unter seinem VorgĂ€nger Joe Biden schufen die USA HĂŒrden fĂŒr den Verkauf der modernsten Hochleistungschips nach China. Nvidia konnte deshalb mit dem H20 nur eine langsamere Version liefern.

Vor Trumps BeschrĂ€nkungen verkaufte Nvidia H20-Chips im Wert von 4,5 Milliarden Dollar nach China. Nvidia betont, es sei technisch unmöglich, die aktuellen Chips noch weiter abzuspecken, um die Exportvorgaben zu erfĂŒllen. Die Biden-Regierung hatte ihr Vorgehen auch mit der Sorge begrĂŒndet, Chinas MilitĂ€r könnte durch Nvidias Hightech-Produkte Zugang zu leistungsfĂ€higen Chips bekommen.

@ dpa.de | US67066G1040 PRODUKTION/ABSATZ