Nackenschmerzen? Der Fehler sitzt oft im Brustkorb
28.01.2026 - 20:53:12Nackensteifigkeit und HWS-Beschwerden nehmen im digitalen Arbeitsalltag stark zu. Experten sehen die Ursache häufig nicht im Nacken selbst, sondern in einem vernachlässigten Bereich: dem Brustkorb. Gezielte Übungen zur Mobilisierung der Brustwirbelsäule gelten als Schlüssel zur Linderung.
Das HWS-Syndrom umfasst Nackenschmerzen, Kopfweh, Schwindel und ausstrahlende Beschwerden. Hauptursache ist die typische Bürohaltung. Sie verkürzt die Brustmuskulatur und zwingt den Kopf in eine belastende Vorwärtsposition.
Warum ein steifer Brustkorb den Nacken quält
Die Wirbelsäule arbeitet als Kette. Ist die Brustwirbelsäule (BWS) durch stundenlanges Sitzen versteift, muss die Halswirbelsäule dies ausgleichen. Die verkürzte Brustmuskulatur zieht die Schultern nach vorn.
Die Folge: Der Kopf wird überstreckt, um nach vorne sehen zu können. Das überlastet Bandscheiben und Gelenke im Nacken. „Ohne die Ursache in der BWS zu beheben, bringt eine reine Nackenbehandlung oft nur kurzfristig Linderung“, betonen Physiotherapeuten.
Sitzt Ihnen der Nacken regelmäßig fest nach einem Bürotag? Der Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen vor, die gezielt Brustkorb und oberen Rücken mobilisieren – ideal, um Nackenschmerzen vorzubeugen und die Haltung zu verbessern. Die Übungen lassen sich ohne Geräte am Arbeitsplatz oder zu Hause durchführen und dauern nur kurze Pausen. Jetzt den 3‑Minuten‑Plan gratis anfordern
Vier Übungen für einen beweglichen Oberkörper
Experten empfehlen regelmäßige Dehnung und Mobilisation. Das Ziel: Die Brustmuskeln verlängern, die BWS beweglich halten und die Rückenmuskulatur stärken.
- Türrahmen-Dehnung: Stellen Sie sich in einen Türrahmen. Platzieren Sie die Unterarme im 90-Grad-Winkel rechts und links am Rahmen. Ein leichter Schritt nach vorn dehnt die Brust. Halten Sie die Spannung für 20-30 Sekunden.
- BWS-Mobilisation mit Rolle: Legen Sie eine Faszienrolle quer unter Ihren oberen Rücken. Rollen Sie langsam und lassen Sie den Oberkörper behutsam über die Rolle nach hinten sinken. Das öffnet die Vorderseite.
- Katze-Kuh: Im Vierfüßlerstand wechseln Sie zwischen einem runden Katzenbuckel und einem durchhängenden Pferderücken. Diese Yoga-Übung mobilisiert die gesamte Wirbelsäule.
- Atmen für den Brustkorb: Legen Sie im Liegen eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Brust. Atmen Sie gezielt so, dass sich die Hand auf der Brust hebt. Das weitet den Brustkorb und lockert die Zwischenrippenmuskeln.
Prävention fängt am Arbeitsplatz an
Die Lösung liegt in der Kombination aus Alltagsanpassung und Training. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist essenziell:
* Monitor auf Augenhöhe, um Nackenbeugung zu vermeiden
* Dynamisches Sitzen und regelmäßige Mikropausen
* Integration kurzer Bewegungsübungen in den Tagesablauf
Unternehmen erkennen zunehmend, dass Investitionen in Ergonomie und betriebliche Gesundheitsförderung krankheitsbedingte Ausfälle reduzieren. Der persönliche Hebel bleibt jedoch die tägliche Routine: Schon wenige Minuten gezielter Übungen können den Teufelskreis aus Fehlhaltung und Schmerz durchbrechen.
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