Nasdaq 100: BlackRock greift an
07.04.2026 - 05:30:18 | boerse-global.deWährend geopolitische Spannungen im Nahen Osten die kurzfristige Richtung des Nasdaq 100 diktieren, braut sich im Hintergrund ein strukturelles Beben zusammen. Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock bläst zum direkten Angriff auf das ETF-Monopol von Invesco. Ein neuer Indexfonds soll den lukrativen Markt für Tech-Investments aufmischen und könnte Milliarden an institutionellem Kapital in Bewegung setzen.
Angriff auf den Platzhirsch
Der Vorstoß von BlackRock ist eine klare Kampfansage. Bislang dominierte Invesco mit seiner QQQ-Reihe den Markt für Nasdaq-100-ETFs nahezu konkurrenzlos und verwaltet dort rund 376 Milliarden US-Dollar. Nun hat BlackRock bei der US-Börsenaufsicht SEC die Zulassung für den iShares Nasdaq 100 ETF unter dem Ticker IQQ beantragt.
Analysten gehen davon aus, dass der neue Fonds mit einer geschätzten Kostenquote von 0,12 Prozent die bestehenden Invesco-Produkte preislich unterbieten wird. Die Reaktion an der Börse folgte prompt: Die Invesco-Aktie rutschte am Montag um 5,2 Prozent ab. Für preissensible Investoren, etwa bei der Verwaltung von Pensionsplänen, schafft diese Kostenstruktur einen direkten Anreiz zur Umschichtung künftiger Gelder.
Tech-Riesen stützen den Index
Abseits der ETF-Pläne zeigte sich der Index am Montag leicht erholt und schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent. Schwergewichte wie Alphabet, Amazon und Meta stützten die Kurse. Auch der Sektor für Speicherchips verzeichnete mit Gewinnen bei Micron Technology weiteren Zulauf. Allerdings trübt sich das fundamentale Bild hier leicht ein, da aktuelle Marktdaten auf fallende Preise für DRAM-Chips hindeuten.
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Auf der Verliererseite fanden sich Software-Titel wie Atlassian und Zscaler wieder. Analysten bewerten diese Branche zunehmend als anfällig für Disruptionen durch den rasanten Aufstieg der künstlichen Intelligenz. Auch Tesla musste Federn lassen und gab um 2,2 Prozent nach. Der Kursverlust deutet auf das Brechen einer wichtigen Unterstützungsmarke hin, was charttechnisch einen neuen Abwärtstrend einleiten könnte.
Zwischen Zinsen und Geopolitik
Das makroökonomische Umfeld bleibt derweil anspruchsvoll. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag mit 178.000 neuen Stellen und einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent dämpft die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen. Gleichzeitig wägen Händler Berichte über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe im Nahen Osten gegen eine drohende militärische Eskalationsfrist am Dienstagabend ab.
Technisch betrachtet ist der Nasdaq 100 angeschlagen und notiert rund acht Prozent unter seinem Jahreshoch. Der Index bewegt sich unter seinen gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 30,5 eine deutlich verhaltene Dynamik aufseiten der Käufer.
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In den kommenden Tagen rücken harte fundamentale Daten in den Fokus der Händler. Am Donnerstag steht der von der US-Notenbank favorisierte PCE-Preisindex für Februar auf der Agenda, der die Zinserwartungen und damit die Bewertung der wachstumsorientierten Tech-Werte neu kalibrieren dürfte. Zudem liefern die anstehenden Quartalszahlen von Delta Air Lines frische Einblicke in die aktuelle Konsumlaune der US-Verbraucher.
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