Kolumne, DGA

EQS-News: ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber Vorjahr (deutsch)

08.05.2024 - 07:31:30 | dpa.de

ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber Vorjahr EQS-News: Österreichische Post AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber Vorjahr 08.05.2024 / 07:30 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber Vorjahr

EQS-News: Österreichische Post AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht
ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber
Vorjahr

08.05.2024 / 07:30 CET/CEST
FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2024:

Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal ĂŒber Vorjahr

Umsatzwachstum in allen Divisionen

  *  Umsatzerlöse +14,1 % auf 758,6 Mio EUR

  *  Brief & Werbepost +2,3 % auf 315,6 Mio EUR

  *  Paket & Logistik +23,2 % auf 402,9 Mio EUR (+16,9 % exklusive Paket
    TĂŒrkei)

  *  Filiale & Bank +26,0 % auf 47,2 Mio EUR

Ergebnis ĂŒber Vorjahr

  *  EBITDA +8,7 % auf 103,4 Mio EUR

  *  EBIT +11,4 % auf 52,4 Mio EUR

  *  Ergebnis je Aktie +28,2 % auf 0,59 EUR

Cashflow und Bilanz

  * Operativer Free Cashflow von 72,3 Mio EUR

  * Bilanzsumme inklusive bank99 bei 5,9 Mrd EUR

Ausblick 2024

  * Wachstum Konzernumsatz im mittleren einstelligen Bereich erwartet

  * Ergebnis (EBIT) zumindest am Niveau des Vorjahres prognostiziert

Das erste Quartal 2024 stand nach wie vor unter den schwierigen
makroökonomischen Bedingungen in den MĂ€rkten der Österreichischen Post. Die
hohe Inflation und schwache wirtschaftliche Impulse wirken sich negativ auf
die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und das Kaufverhalten der
Verbraucher*innen aus. Es lĂ€sst sich einerseits ein RĂŒckgang im
traditionellen Einzelhandel beobachten, wÀhrend andererseits der nationale
und internationale E-Commerce ZuwĂ€chse verzeichnet. Die Österreichische Post
konnte im ersten Quartal 2024 ein Plus bei den Paketmengen in Österreich von
15 % erzielen, in der TĂŒrkei +6 % sowie in SĂŒdost- und Osteuropa +44 %.

"Vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen sowie der
inflationsbedingten Kostensteigerungen ist das erste Quartal des Jahres mit
einem Umsatz- und Ergebnisplus sehr gut verlaufen", so Generaldirektor Georg
Pölzl. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im ersten Quartal 2024 um 14,1 %
auf 758,6 Mio EUR gestiegen und zeigten Verbesserungen in allen Divisionen:
Die Umsatzerlöse in der Division Brief & Werbepost betrugen 315,6 Mio EUR
(+2,3 %) und waren geprĂ€gt vom strukturellen RĂŒckgang des adressierten
Briefvolumens und dem rĂŒcklĂ€ufigen WerbegeschĂ€ft, aber auch positiv
beeinflusst von den Tarifanpassungen bei Briefen sowie der Werbe- und
Medienpost. Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete Umsatzerlöse von
402,9 Mio EUR (+23,2 %; +16,9 % exklusive Paket TĂŒrkei) mit einer sehr
positiven Entwicklung in allen Regionen. Die Umsatzerlöse der Division
Filiale & Bank erreichten 47,2 Mio EUR (+26,0 %), die Entwicklung der
Zinslandschaft der letzten Monate trug positiv zum Divisionsumsatz bei.

Auch das Ergebnis zeigte sich im ersten Quartal verbessert: Das EBITDA
erhöhte sich um 8,7 % auf 103,4 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) um 11,4 % auf 52,4 Mio EUR. Die Division Paket & Logistik
verbesserte sich um 44,9 %, maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen hat
auch das PaketgeschĂ€ft in der TĂŒrkei. Der GeschĂ€ftsverlauf in der TĂŒrkei ist
jedoch weiterhin von Inflation und WÀhrungsumrechnung stÀrker beeinflusst
als andere MĂ€rkte. Die Division Brief & Werbepost zeigte ein Wachstum im
Ergebnis von 3,3 %, die Division Filiale & Bank einen RĂŒckgang von 3,5 Mio
EUR aufgrund von IT-Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Migration der
Kernbankensysteme der bank99. Das Periodenergebnis der Österreichischen Post
lag in der Berichtsperiode bei 41,6 Mio EUR nach 32,0 Mio EUR im Vorjahr
(+30,1 %). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie fĂŒr das erste Quartal
2024 von 0,59 EUR (+28,2 %).

FĂŒr das Gesamtjahr 2024 gilt es neben den Herausforderungen des Marktes auch
den inflationsgetriebenen Kostensteigerungen zu begegnen. Umsatzseitig durch
neue Produkte und Dienstleistungen, aber auch Preisanpassungen. GemĂ€ĂŸ
aktuellen Prognosen wird ein Wachstum fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 im
mittleren einstelligen Bereich erwartet. Umsatzwachstum einerseits aber auch
Kostendisziplin und Effizienz anderseits sind notwendig, um die angepeilte
StabilitĂ€t der Österreichischen Post sicherzustellen. Sowohl in der Brief-
als auch in der Paketlogistik werden Lösungen vorangetrieben, die einen
hohen Kund*innennutzen bieten, aber auch effiziente und planbare Prozesse
ermöglichen. FĂŒr das Jahr 2024 geht die Österreichische Post von einem
Ergebnis (EBIT) zumindest am Niveau des Vorjahres aus. Ein leichter
Ergebnisanstieg ist möglich, wenn das aktuelle makroökonomische Umfeld in
den MĂ€rkten der Österreichischen Post anhĂ€lt.

Neben Umsatzrealisierung und Kostendisziplin hat 2024 auch das vorgesehene
Investitionsprogramm weiterhin hohe PrioritÀt. Schwerpunkte der
Investitionen der nÀchsten Jahre sind der Ausbau der internationalen
Logistik sowie der E-MobilitÀt. Bis 2030 gilt es beispielsweise die CO2-freie
Zustellung auf der letzten Meile in Österreich zu schaffen. In Summe sind
2024 Investitionen in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 140-160 Mio EUR zur Sicherung
von Nachhaltigkeit und Wachstum zu erwarten.

"Großer Dank gilt unseren Mitarbeiter*innen fĂŒr ihr Engagement und ihre
Anstrengungen, gemeinsam daran zu arbeiten, um unseren Kund*innen einen
erstklassigen Service bieten zu können", so Generaldirektor Georg Pölzl
abschließend.

Die Vollversion des Ausblicks sowie Detailinformationen (AuszĂŒge) aus dem
Konzernlagebericht fĂŒr das erste Quartal 2024 finden Sie ab Seite 4. Der
komplette Bericht ist im Internet unter post.at/investor im Download Center
verfĂŒgbar.


KENNZAHLEN

                                                            VerÀnde-
                                                                rung
  Mio EUR                                       Q1      Q1         %    Mio
                                              2023    2024              EUR

  Umsatzerlöse                               664,7   758,6    14,1 %   94,0
  Brief & Werbepost                          308,6   315,6     2,3 %    7,0
  Paket & Logistik                           327,1   402,9    23,2 %   75,8
  Filiale & Bank                              37,5    47,2    26,0 %    9,8
  Corporate/Konsolidierung                    -8,5    -7,0    17,5 %    1,5
  Sonstige betriebliche ErtrÀge               18,6    23,6    26,7 %    5,0
  Materialaufwand und Aufwand fĂŒr bezogene  -197,-  -224,-   -13,5 %  -26,7
  Leistungen                                     6       3
  Aufwand fĂŒr Finanzdienstleistungen          -1,9   -11,3   <-100 %   -9,4
  Personalaufwand                           -299,-  -341,-   -14,0 %  -42,1
                                                 8       9
  Sonstige betriebliche Aufwendungen         -91,3  -103,-   -13,7 %  -12,5
                                                         8
  Ergebnis aus nach der Equity-Methode         0,1     0,5    >100 %    0,5
  bilanzierten Finanzanlagen
  Gewinn aus der Nettoposition monetÀrer       2,4     1,9   -20,9 %   -0,5
  Posten
  EBITDA                                      95,1   103,4     8,7 %    8,2
  Abschreibungen                             -48,1   -51,0    -6,0 %   -2,9
  EBIT                                        47,0    52,4    11,4 %    5,3
  Brief & Werbepost                           41,0    42,3     3,3 %    1,3
  Paket & Logistik                            16,7    24,2    44,9 %    7,5
  Filiale & Bank                               0,9    -2,7   <-100 %   -3,5
  Corporate/Konsolidierung1                  -11,5   -11,4     0,4 %    0,0
  Finanzergebnis                              -3,4     1,3    >100 %    4,7
  Ergebnis vor Ertragsteuern                  43,6    53,7    23,0 %   10,0
  Ertragsteuern                              -11,6   -12,0    -3,4 %   -0,4
  Periodenergebnis                            32,0    41,6    30,1 %    9,6
  Ergebnis je Aktie (EUR)2                    0,46    0,59    28,2 %   0,13

  Cashflow aus dem Ergebnis                   79,8    92,7    16,1 %   12,9
  Cashflow aus GeschÀftstÀtigkeit            -50,9   147,0    >100 %  197,9
  CAPEX                                       24,1    25,0     3,6 %    0,9
  Free Cashflow                             -106,-    74,9    >100 %  181,7
                                                 8
  Operativer Free Cashflow3                   75,1    72,3    -3,7 %   -2,8
1 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
2 UnverwĂ€ssertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 StĂŒck Aktien
3 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen,
Growth CAPEX und Core Banking Assets

Wien, am 8. Mai 2024




AUSZÜGE AUS DEM KONZERNLAGEBERICHT Q1 2024

UMSATZENTWICKLUNG IM DETAIL

Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns erhöhten sich im ersten
Quartal 2024 um 14,1 % auf 758,6 Mio EUR. In allen Divisionen wurde in den
ersten drei Monaten ein Anstieg verzeichnet: In der Division Brief &
Werbepost erhöhten sich die Umsatzerlöse um 2,3 %, in der Division Paket &
Logistik um 23,2 % und in der Division Filiale & Bank um 26,0 %.

Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen
Post betrug im ersten Quartal 2024 41,2 %. Der Divisionsumsatz in der Höhe
von 315,6 Mio EUR ist geprĂ€gt vom strukturellen RĂŒckgang des adressierten
Briefvolumens durch die elektronische Substitution, aber auch positiv
beeinflusst von den Tarifanpassungen des Vorjahres. DarĂŒber hinaus ist ein
verhaltenes WerbegeschÀft feststellbar, bedingt durch die KonjunkturschwÀche
in bestimmten Handelssegmenten.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen
Anteil von 52,6 % am Konzernumsatz bzw. 402,9 Mio EUR. Das PaketgeschÀft
entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv. Besonders in der TĂŒrkei war
ein hohes Wachstum, beeinflusst von hoher Inflation und dem Wechselkurs der
tĂŒrkischen Lira, zu verzeichnen.

Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Quartal 2024 einen Anteil am
Konzernumsatz von 6,2 % bzw. 47,2 Mio EUR. Der Hochlauf der Kund*innen der
bank99 sowie die Entwicklung der Zinslandschaft der letzten Monate trug
positiv zum Divisionsumsatz bei.

Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 315,6 Mio EUR stammte im
ersten Quartal 2024 zu 63,6 % aus dem Bereich Briefpost & Business
Solutions, zu 25,8 % aus Werbepost und zu 10,6 % aus Medienpost.

Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 200,6 Mio EUR
im ersten Quartal 2024 um 1,2 % ĂŒber dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen
zeigte sich weiterhin eine rĂŒcklĂ€ufige Mengenentwicklung infolge der
Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die
klassischen Briefvolumen in Österreich haben sich im ersten Quartal 2024 um
7 % reduziert. Positiv wirkten die Tarifanpassungen des Vorjahres. Der
Inflationsdruck bei allen Kostenarten fĂŒhrte zu Anpassungen in der Produkt-
und Preisstruktur sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der internen
AblĂ€ufe. Die internationale Briefpost zeigte RĂŒckgĂ€nge im Volumen und im
Umsatz, der Bereich Business Solutions entwickelte sich positiv (+10,4 %).

Die Umsatzerlöse der Werbepost erhöhten sich im ersten Quartal 2024 um 2,8 %
auf 81,4 Mio EUR. Das zurĂŒckhaltende Werbeverhalten, geprĂ€gt von
konjunkturellen Schwierigkeiten sowie der strukturelle RĂŒckgang in
bestimmten Kund*innensegmenten (Versandhandel), konnte durch Anpassungen in
der Preisstruktur kompensiert werden.

Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen,
erhöhte sich im Periodenvergleich um 7,4 % auf 33,6 Mio EUR. Dieser Anstieg
ist ĂŒberwiegend auf Anpassungen in der Produkt- und Preisstruktur
zurĂŒckzufĂŒhren.

Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2024
um 23,2 % auf 402,9 Mio EUR. Das PaketgeschÀft entwickelte sich in allen
Regionen sehr positiv.

Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen
Umsatzanstieg von 16,4 % auf 215,5 Mio EUR. Die Paketvolumen verzeichneten
im ersten Quartal 2024 ein Wachstum von 15 %, das sowohl auf das starke
Vertrauen in die QualitĂ€t der Österreichischen Post als auch auf die
steigenden nationalen und internationalen Paketmengen zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Die Umsatzerlöse in der TĂŒrkei und Aserbaidschan (Paket TĂŒrkei) steigerten
sich um 41,4 % auf 118,2 Mio EUR im Vergleich zu den ersten drei Monaten
2023. Dieses hohe Wachstum ist einerseits auf steigende Volumen
zurĂŒckzufĂŒhren. Andererseits sind die Umsatzerlöse von der hohen Inflation
und dem Wechselkurs der tĂŒrkischen Lira beeinflusst.

Das PaketgeschĂ€ft in SĂŒdost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin
positive Zuwachsraten. Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten drei Monaten
2024 um 27,9 % auf 55,5 Mio EUR. Auch in dieser Region gab es einen starken
Anstieg der Mengen aus Asien.

Der Bereich Logistics Solutions/Konsolidierung fiel in der aktuellen
Berichtsperiode durch Konsolidierungseffekte um 1,4 Mio EUR auf 13,7 Mio
EUR.

Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank erhöhten sich im ersten Quartal
2024 um 26,0 % von 37,5 Mio EUR auf 47,2 Mio EUR und bestanden zu 78,9 % aus
ErtrÀgen aus Finanzdienstleistungen und zu 21,1 % aus
Filialdienstleistungen. Die ErtrÀge aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich
in der aktuellen Berichtsperiode um 35,3 % auf 37,3 Mio EUR. Ausschlaggebend
dafĂŒr ist das erhöhte Zinsumfeld in Europa sowie der Kund*innenhochlauf der
bank99. Die Filialdienstleistungen stiegen im ersten Quartal 2024 leicht um
0,7 % auf 10,0 Mio EUR aufgrund inflationsbedingter Preisanpassungen im
Bereich der Handelswaren.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die grĂ¶ĂŸten
Aufwandspositionen der Personalaufwand (45,1 %), der Materialaufwand und
Aufwand fĂŒr bezogene Leistungen (29,6 %) sowie sonstige betriebliche
Aufwendungen (13,7 %). Weiters entfielen 6,7 % auf Abschreibungen und 1,5 %
auf Aufwendungen fĂŒr Finanzdienstleistungen.

Der Personalaufwand belief sich im ersten Quartal 2024 auf 341,9 Mio EUR,
dies entspricht einem Anstieg von 14,0 % bzw. 42,1 Mio EUR. Die VerÀnderung
resultiert ĂŒberwiegend aus der kollektivvertraglichen Gehaltsanpassung im
operativen Personalaufwand sowohl in Österreich als auch international. Der
Österreichische Post-Konzern beschĂ€ftigte in den ersten drei Monaten 2024
durchschnittlich 27.870 Mitarbeiter*innen (VollzeitkrÀfte), wÀhrend in der
Vorjahresperiode durchschnittlich 27.095 Mitarbeiter*innen tÀtig waren (+2,9
%). Die nicht-operativen Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und
RĂŒckstellungsverĂ€nderungen, die primĂ€r auf die spezifische
BeschĂ€ftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurĂŒckzufĂŒhren sind. Im
ersten Quartal 2024 sind keine signifikanten Belastungen angefallen.

Der Materialaufwand und Aufwand fĂŒr bezogene Leistungen erhöhte sich um 13,5
% auf 224,3 Mio EUR. Erhöhend wirkten vor allem Transporte durch externe
Dienstleister*innen aufgrund der Mehrmenge in allen Paketregionen.

Die sonstigen betrieblichen ErtrÀge stiegen im ersten Quartal 2024 um 26,7 %
auf 23,6 Mio EUR. Diese Entwicklung ist auf inflationsbedingte
Preisanpassungen (z. B. Vermietungen) zurĂŒckzufĂŒhren. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 13,7 % auf 103,8 Mio EUR.
Steigerung waren im Besonderen im Bereich der IT-Dienstleistungen und der
Instandhaltung zu bemerken.

FĂŒr die tĂŒrkischen Tochtergesellschaften ist der Bilanzierungsstandard IAS
29 (Rechnungslegung in HochinflationslÀndern) anzuwenden. Dementsprechend
wurden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die nicht-monetÀren
Posten anhand des allgemeinen Preisindexes angepasst (siehe GeschÀftsbericht
2023, Konzernabschluss, Punkt 3.3 Hochinflation). Der Gewinn bzw. Verlust
aus der Nettoposition monetÀrer Posten ist in der Gewinn- und
Verlustrechnung als eigener Posten dargestellt. Im ersten Quartal 2024
betrug der Gewinn aus der Nettoposition monetÀrer Posten 1,9 Mio EUR.

Das EBITDA lag im ersten Quartal 2024 mit 103,4 Mio EUR um 8,7 % ĂŒber dem
Niveau des Vorjahres von 95,1 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von
13,6 %. Die Abschreibungen waren in den ersten drei Monaten 2024 mit 51,0
Mio EUR um 6,0 % bzw. 2,9 Mio EUR ĂŒber dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist
im Wesentlichen auf erfolgte Investitionen in neue Standorte fĂŒr die
Paket-Logistikinfrastruktur zurĂŒckzufĂŒhren. Das EBIT erreichte 52,4 Mio EUR
im ersten Quartal 2024 nach 47,0 Mio EUR im Vorjahr (+11,4 %). Die
EBIT-Marge betrug 6,9 %.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im ersten Quartal 2024 von minus
3,4 Mio EUR auf 1,3 Mio EUR verbessert. In der aktuellen Berichtsperiode war
ein positiver Effekt aus der Bewertung von Finanzparametern der
Optionsverbindlichkeit fĂŒr die restlichen 20 % der Anteile an Aras Kargo
enthalten. Die Ertragssteuern erhöhten sich leicht von 11,6 Mio EUR auf 12,0
Mio EUR. Daraus ergab sich ein Periodenergebnis fĂŒr die ersten drei Monate
2024 von 41,6 Mio EUR nach 32,0 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres
(+30,1 %). Das unverwÀsserte Ergebnis je Aktie betrug 0,59 EUR nach 0,46 EUR
in der Vorjahresperiode.

ERGEBNIS NACH DIVISIONEN

Das Ergebnis des ersten Quartals 2024 stieg von 47,0 Mio EUR auf 52,4 Mio
EUR (+11,4 %) und war geprÀgt von einer sehr positiven Umsatzentwicklung
(+14,1 %), aber auch von inflationsbedingten Kostensteigerungen.

Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in
den ersten drei Monaten 2024 ein EBIT von 42,3 Mio EUR nach 41,0 Mio EUR im
Vorjahr (+3,3 %). Dieser Anstieg ist auf die Anpassungen in der Produkt -und
Preisstruktur der Briefpost aber auch auf Preiserhöhungen in der Werbe- und
Medienpost zurĂŒckzufĂŒhren.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 24,2 Mio EUR im
ersten Quartal 2024 nach 16,7 Mio EUR in der Vorjahresperiode (+44,9 %). Das
PaketgeschĂ€ft hat sich in allen Regionen der Österreichischen Post gut
entwickelt. Maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen hat das PaketgeschĂ€ft
in der TĂŒrkei. Der GeschĂ€ftsverlauf in der TĂŒrkei ist weiterhin von
Inflation und WÀhrungsumrechnung stÀrker beeinflusst als andere MÀrkte.

Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 2,7 Mio EUR im
ersten Quartal 2024 nach 0,9 Mio EUR im Jahr zuvor. Der RĂŒckgang ist vor
allem auf IT-Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Migration der
Kernbankensysteme der bank99 zurĂŒckzufĂŒhren.

Das EBIT der Division Corporate (inklusive Konsolidierung und
konzerninternes Umlageverfahren) verÀnderte sich von minus 11,5 Mio EUR auf
minus 11,4 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative
Dienstleistungen, wie sie typischerweise fĂŒr Zwecke der Verwaltung und
Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese TĂ€tigkeiten umfassen neben
den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der
nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher
Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung
neuer GeschÀftsmodelle sowie die Administration des Post-Arbeitsmarkts.

CASHFLOW UND BILANZ

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2024 92,7 Mio EUR
nach 79,8 Mio EUR im ersten Quartal 2023 (+16,1 %). Der Cashflow aus
GeschÀftstÀtigkeit betrug in der Berichtsperiode 147,0 Mio EUR im Vergleich
zum Vorjahreswert von minus 50,9 Mio EUR. Hier sind als grĂ¶ĂŸte Effekte die
VerÀnderungen der Core Banking Assets der bank99 in Höhe von 60,1 Mio EUR zu
nennen, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres minus 138,4 Mio EUR
betrugen. Die Core Banking Assets beinhalten die VerÀnderung der
Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen und
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen exklusive der
Zahlungsmittel, ZahlungsmittelÀquivalente und Guthaben bei Zentralbanken und
fassen somit das Einlagen- und VeranlagungsgeschÀft der bank99 zusammen. Der
Cashflow aus GeschÀftstÀtigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich im
ersten Quartal 2024 auf 86,9 Mio EUR nach 87,5 Mio EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus InvestitionstÀtigkeit belief sich in den ersten drei
Monaten 2024 auf minus 72,1 Mio EUR nach minus 56,0 Mio EUR in der
Vorjahresperiode. Die Ausgaben fĂŒr den Erwerb von Sachanlagen und als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (CAPEX) betrug in der aktuellen
Berichtsperiode 25,0 Mio EUR.

Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free
Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen GeschÀfts zu betrachten
und daraus die Dividende des GeschÀftsjahres abzudecken. Der Operative Free
Cashflow belief sich ohne BerĂŒcksichtigung der VerĂ€nderung der Core Banking
Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 72,3 Mio EUR im Vergleich zu
75,1 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Cashflow aus FinanzierungstÀtigkeit
erreichte in den ersten drei Monaten 2024 minus 2,2 Mio EUR nach minus 30,1
Mio EUR im Vorjahr.

Die Österreichische Post setzt auf eine solide Bilanz- und
Finanzierungsstruktur. Die Bilanzsumme lag per 31. MĂ€rz 2024 bei 5,9 Mrd
EUR. Aktivseitig bildeten Sachanlagen in der Höhe von 1.357,1 Mio EUR eine
der grĂ¶ĂŸten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus
LeasingverhÀltnissen von 385,2 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle
Vermögenswerte und GeschÀfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, die
per 31. MĂ€rz 2024 mit 145,9 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz sind
Forderungen in Höhe von 480,1 Mio EUR ausgewiesen, die anderen finanziellen
Vermögenswerte lagen zum 31. MÀrz 2024 bei 77,1 Mio EUR. Finanzielle
Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des ersten
Quartals 2024 3.509,4 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der
GeschÀftstÀtigkeit der bank99.

Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen
Post-Konzerns zum 31. MĂ€rz 2024 bei 762,8 Mio EUR (Eigenkapitalquote von
12,9 %). Die pro-forma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode
berĂŒcksichtigt) betrug per Ende MĂ€rz 2024 30 %. Die RĂŒckstellungen lagen mit
Ende der Berichtsperiode bei 595,9 Mio EUR, die anderen finanziellen
Verbindlichkeiten beliefen sich auf 650,3 Mio EUR und die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges betrugen 584,7 Mio EUR.
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 3.326,8
Mio EUR resultieren aus der GeschÀftstÀtigkeit der bank99 (Einlagen- und
VeranlagungsgeschÀft der Kund*innen der bank99).

AUSBLICK 2024

Im Umfeld der internationalen Brief- und PaketmÀrkte zeigen sich
unterschiedliche Impulse. GrundsÀtzlich verursachen schwache internationale
Wachstumsprognosen ein reduziertes Investitionsverhalten von Unternehmen,
beeintrÀchtigen aber auch das Kaufverhalten von Konsument*innen. Dadurch
ergeben sich Belastungen in der Volumenentwicklung von Briefen und
Werbesendungen. GegenlÀufig steigen die Paketmengen durch den starken
Online-Handel.

Umsatzwachstum 2024

Neben den Herausforderungen des Markts gilt es fĂŒr die Österreichische Post
auch den inflationsgetriebenen Kostensteigerungen zu begegnen. Umsatzseitig
durch neue Produkte und Dienstleistungen, aber auch Preisanpassungen. GemĂ€ĂŸ
aktuellen Prognosen wird ein Wachstum fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 im
mittleren einstelligen Bereich erwartet.

In der Division Brief & Werbepost ist von einem weitgehend stabilen Umsatz
auszugehen. Der Basistrend einer sinkenden Mengenentwicklung der klassischen
Briefpost wird weiter anhalten. DarĂŒber hinaus ist durch die schwache
Konjunktur mit einem schwierigen Einzelhandelsumfeld und somit auch einem
verringerten Volumen an Werbe- und Medienpost zu rechnen. Positiv wirken
sollten im Jahr 2024 diverse Wahlen in Österreich auf lokaler und nationaler
Ebene, aber auch Preisanpassungen bei diversen Produkten.

In der Division Paket & Logistik wird mit weiterem Wachstum gerechnet.
AbhÀngig von der Entwicklung in den einzelnen LÀndern sollte in Summe ein
Anstieg zumindest im oberen einstelligen Bereich möglich sein. Die
Wachstumschancen sind auch stark von den makroökonomischen Entwicklungen
abhĂ€ngig. Speziell am tĂŒrkischen Markt ist neben dem ökonomischen Umfeld und
der Inflation der Wechselkurs der tĂŒrkischen Lira fĂŒr eine erschwerte
Prognosegenauigkeit verantwortlich.

Auch die Division Filiale & Bank sollte in AbhÀngigkeit des Zinsumfelds
einen einstellig wachsenden Umsatz erzielen. Hier gilt als wichtigstes Ziel
fĂŒr das Jahr 2024 die Finalisierung der Migration der Kernbankensysteme.

Konzernergebnis 2024

Umsatzwachstum einerseits aber auch Kostendisziplin und Effizienz anderseits
sind notwendig, um die angepeilte StabilitĂ€t der Österreichischen Post
sicherzustellen. Sowohl in der Brief- als auch in der Paketlogistik werden
Lösungen vorangetrieben, die einen hohen Kund*innennutzen bieten, aber auch
effiziente und planbare Prozesse ermöglichen. FĂŒr das Jahr 2024 geht die
Österreichische Post von einem Ergebnis (EBIT) zumindest am Niveau des
Vorjahres aus. Ein leichter Ergebnisanstieg ist möglich, wenn das aktuelle
makroökonomische Umfeld in den MĂ€rkten der Österreichischen Post anhĂ€lt.

Investitionsprogramm 2024

Das massive Investitionsprogramm der letzten Jahre - in Österreich wurde die
SortierkapazitÀt nahezu verdreifacht - ist mittlerweile abgeschlossen.
Schwerpunkte der Investitionen der nÀchsten Jahre sind der Ausbau der
internationalen Logistik sowie der E-MobilitÀt. Bis 2030 gilt es
beispielsweise die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile in Österreich
zu schaffen. In Summe sind fĂŒr das Jahr 2024 70-80 Mio EUR an
Maintenance-CAPEX (Automatisierung, Digitalisierung, Instandhaltung) und
40-50 Mio EUR an Investitionen fĂŒr grĂŒne Transformation (E-MobilitĂ€t,
Photovoltaikanlagen, E-Ladeinfrastruktur) sowie rund 30 Mio EUR an
Wachstumsinvestitionen (Growth CAPEX), vor allem nun in der TĂŒrkei sowie
SĂŒdost- und Osteuropa, vorgesehen.



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08.05.2024 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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