Ponyai, Robotaxi-Pionier

Pony.ai: Robotaxi-Pionier meldet ersten Quartalsgewinn und Europa-Start

27.03.2026 - 00:00:27 | boerse-global.de

Das chinesische Robotaxi-Unternehmen meldet erstmals Quartalsprofit und expandiert mit Uber nach Zagreb. Die Einnahmen aus autonomen Fahrten stiegen im vierten Quartal um 160 Prozent.

Pony.ai: Robotaxi-Pionier meldet ersten Quartalsgewinn und Europa-Start - Foto: über boerse-global.de
Pony.ai: Robotaxi-Pionier meldet ersten Quartalsgewinn und Europa-Start - Foto: über boerse-global.de

Pony.ai hat seinen ersten Quartalsgewinn erzielt und startet mit Uber den ersten kommerziellen Robotaxi-Service in Europa. Das chinesische Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Anstieg der Robotaxi-Einnahmen um 160 Prozent.

Die Zahlen markieren einen Wendepunkt für das Unternehmen, das nun von Pilotprojekten zur großflächigen, profitablen Kommerzialisierung übergeht. Der Vorstoß nach Zagreb mit Uber ist der erste Schritt in den europäischen Markt.

Anzeige

Während technologische Innovationen und KI-gesteuerte Systeme die Märkte revolutionieren, wachsen auch die Anforderungen an die digitale Absicherung dieser Infrastrukturen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Geschäftsführern, wie sie ihr Unternehmen proaktiv vor Cyber-Bedrohungen schützen und neue KI-Regulierungen sicher umsetzen. Jetzt kostenloses E-Book zur Cyber Security sichern

Finanzieller Durchbruch und explosive Robotaxi-Nachfrage

Das vierte Quartal 2025 brachte Pony.ai den ersten Quartalsgewinn nach GAAP-Standards. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf rund 29,1 Millionen Euro. Der eigentliche Treiber war jedoch der Robotaxi-Bereich: Die Einnahmen aus fahrpreispflichtigen Fahrten explodierten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 500 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2025 stiegen die Einnahmen um 20 Prozent auf 90 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich deutlich: Der Jahresfehlbetrag konnte um 72 Prozent auf 76,8 Millionen Euro reduziert werden. „Das erste profitable Quartal zeigt den Erfolg unserer vorausschauenden Investitionen“, erklärte Finanzvorstand Dr. Leo Wang. Mit liquiden Mitteln von 1,5 Milliarden Euro zum Jahresende ist das Unternehmen für die aggressive Expansion in 2026 gerüstet.

Rasante Flottenexpansion und Schlüsselpartnerschaften

Pony.ai treibt das Wachstum mit einer „zwei Motoren“-Strategie voran: Das Unternehmen liefert die autonome „Virtual Driver“-Technologie, während Partner die Fahrzeugflotten finanzieren und den Betrieb vor Ort managen. Die aktive Flotte umfasst bereits über 1.400 Fahrzeuge. Bis Ende 2026 sollen es mehr als 3.000 Einheiten in über 20 Städten weltweit sein.

Die heute bekanntgegebene Partnerschaft mit Uber ist ein Meilenstein. Gemeinsam starten sie den ersten kommerziellen Robotaxi-Service Europas in Zagreb, Kroatien. Dort sollen Fahrzeuge der siebten Generation (Gen-7) in die Uber-App integriert werden. In China vertieft Pony.ai die Zusammenarbeit mit Toyota. Seit Februar 2026 läuft die Serienproduktion des gemeinsam entwickelten Gen-7-Robotaxis auf Basis des Toyota bZ4X. Noch in diesem Jahr sollen mindestens 1.000 dieser Fahrzeuge auf die Straße kommen.

Wirtschaftlichkeit erreicht: Robotaxis werden profitabel

Ein entscheidender Durchbruch gelang Pony.ai bei der Wirtschaftlichkeit pro Fahrzeug (Unit Economics). In mehreren chinesischen Metropolen wie Guangzhou und Shenzhen hat das Unternehmen die Gewinnschwelle auf Stadtebene bereits erreicht – nur vier Monate nach Einführung der Gen-7-Fahrzeuge.

Am 22. März 2026 erzielte ein Gen-7-Fahrzeug in Shenzhen einen Tagesrekord: Der Nettoumsatz pro Auto lag bei umgerechnet 50 Euro, bei durchschnittlich 25 Fahrten. Diese Effizienz deutet darauf hin, dass das Geschäftsmodell in dicht besiedelten Städten konventionelle Fahrdienste wirtschaftlich übertreffen könnte.

Der Schlüssel liegt in der Technik der siebten Generation. Die Hardware-Kosten für das autonome Fahren konnten im Vergleich zu Vorgängermodellen um 70 Prozent gesenkt werden. Die Fahrzeuge sind für eine Lebensdauer von bis zu 600.000 Kilometern ausgelegt, was die Gesamtbetriebskosten deutlich drückt.

Globale Expansion: Von Doha bis Dubai

Neben Europa baut Pony.ai seine Präsenz im Nahen Osten aus. In Kooperation mit Mowasalat Karwa startete kürzlich der erste kommerziellen Robotaxi-Service in Doha, Katar. In Dubai steht die offizielle Genehmigung für den vollständig fahrerlosen Betrieb kurz bevor, der Start wird noch für diesen Monat erwartet.

Die globale Diversifizierung soll ein „doppeltes Wachstum“ schaffen: Die etablierten Prozesse in China dienen als Blaupause für die schnelle Expansion in internationale Märkte. Die jüngste Aufnahme von Pony.ai in den MSCI China Index – als erstes reines Robotaxi-Unternehmen – unterstreicht das wachsende Marktvertrauen in die Reife der Branche.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Gelingt es Pony.ai, die Flotte wie geplant auf über 3.000 Fahrzeuge auszubauen und die neuen Märkte zu erschließen, könnte 2026 als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Robotaxis vom Zukunftskonzept zum festen Bestandteil der städtischen Mobilität wurden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 68999688 |