Raiffeisen-Betrüger locken Anleger mit gefälschter Raifesn-App
02.02.2026 - 17:34:12Eine gefälschte Trading-App namens „Raifesn“ erschüttert den deutschsprachigen Finanzmarkt. Unbekannte Täter missbrauchen den Namen und das Erscheinungsbild der Raiffeisen Bank, um Anleger in einen dreisten Identitäts- und Anlagebetrug zu locken. Verbraucherschützer und Behörden warnen eindringlich vor der App.
So funktioniert die perfide Masche
Die Betrüger ködern ihre Opfer über private WhatsApp-Gruppen. Dort berichten angebliche Experten und andere Nutzer von enormen Gewinnen – alles gefälscht. Die „Raifesn“-App selbst wirkt auf den ersten Blick professionell und ähnelt echten Bankangeboten. Der Name ist eine gezielte Falschschreibung, die bei flüchtigem Hinsehen täuscht.
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform den Nutzern fingierte Gewinne an. Das Ziel: Sie zu immer höheren Investitionen verleiten.
Betrüger nutzen gefälschte Apps und geschlossene Chat‑Gruppen, um persönliche Daten und Geld abzuzweigen. Der kostenlose 4‑Schritte-Guide erklärt, wie Sie Phishing‑Mails, gefälschte Zahlungsaufforderungen und manipulative Einladungen in Messengern erkennen und wirkungsvoll abwehren. Enthalten sind praxiserprobte Prüflisten für Links, App‑Installationen und Verifizierungen sowie konkrete Sofortmaßnahmen bei Identitätsdiebstahl. Ideal für Anleger, die sich gezielt gegen Anlagebetrug per Messenger schützen wollen. Jetzt Anti‑Phishing‑Paket herunterladen
Identitätsdiebstahl und die Abzock-Falle
Das Geschäftsmodell geht über den reinen Geldraub hinaus. Zur Registrierung fordern die Täter persönliche Daten und Ausweiskopien. Diese Informationen missbrauchen sie für weitere Straftaten.
Der eigentliche Betrug offenbart sich, wenn Opfer ihr Geld abheben wollen. Plötzlich werden angebliche Steuern oder Gebühren fällig. Jede weitere Zahlung landet direkt bei den Kriminellen – eine Auszahlung gibt es nie.
Warum der Online-Anlagebetrug boomt
Der Fall „Raifesn“ steht für eine wachsende Welle von Cyber-Kriminalität. Finanzaufsichten wie die deutsche BaFin und österreichische FMA warnen regelmäßig vor solchen Plattformen. Die Täter agieren oft aus dem Ausland, was die Strafverfolgung erschwert.
Ihr Erfolgsrezept ist psychologisch raffinierter Vertrieb: Geschlossene Chat-Gruppen simulieren Vertrauen und erzeugen sozialen Druck. Die professionelle Aufmachung der Apps täuscht Seriosität vor.
So schützen Sie sich vor Trading-Betrug
Angesichts der professionellen Masche ist höchste Vorsicht geboten. Experten raten zu diesen Schutzmaßnahmen:
- Misstrauen Sie unaufgeforderten Angeboten in sozialen Medien oder Messengern.
- Hinterfragen Sie unrealistische Gewinnversprechen. Hohe Renditen ohne Risiko gibt es nicht.
- Prüfen Sie den Anbieter gründlich: Impressum, Erfahrungsberichte und vor allem die Registrierung bei einer offiziellen Aufsichtsbehörde (z.B. BaFin, FMA).
- Echte Banken wie Raiffeisen fordern Kunden nie zur Installation von Software über inoffizielle Kanäle auf.
Wer bereits Opfer geworden ist, sollte den Kontakt sofort abbrechen, Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.


