ROUNDUPToter, Verletzte

Moskaus Angriffe der Nacht

10.10.2025 - 08:53:53

Russlands MilitÀr hat vor dem Winter erneut massiv auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gezielt.

Nach einem kombinierten Angriff auf die Hauptstadt Kiew sei der Teil links des Dnipro ohne Strom, auch bei der Wasserversorgung gebe es Probleme, schrieb der Kiewer BĂŒrgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Zwölf Menschen seien verletzt worden, acht davon wĂŒrden im Krankenhaus behandelt. Es gab demnach BrĂ€nde und SchĂ€den an mehreren WohnhĂ€usern.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj forderte einmal mehr entschlossene Maßnahmen von den USA, Europa und den G7-Staaten in Bezug auf die Lieferung von Flugabwehrsystemen und Sanktionen. Gerade die zivile Energieinfrastruktur sei das Hauptziel der russischen Angriffe vor Beginn der Heizperiode, schrieb er bei Telegram. Mehr als 20 Menschen seien verletzt und ein Kind getötet worden.

Selenskyj sprach von einem "zynischen und kalkulierten" Angriff. Moskaus MilitÀr habe die Ukraine in der Nacht mit mehr als 450 Kampfdrohnen und mehr als 30 Raketen angegriffen. StromausfÀlle gibt es ihm zufolge in den Gebieten Kiew, Donezk, Tschernihiw, Tscherkassy, Charkiw, Sumy, Poltawa, Odessa und Dnipropetrowsk. Auch die Regionen Saporischschja, Kirowograd und Cherson erholen sich demnach von den Attacken.

7-JĂ€hriger stirbt in Saporischschja

In Saporischschja kam bei einem mehr als sechs Stunden langen Angriff mit Drohnen und Raketen ein 7-jÀhriger Junge ums Leben, wie Gouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mitteilte. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Auch dort seien PrivathÀuser und die Energieinfrastruktur attackiert worden.

Auch im Gebiet Dnipropetrowsk zielte Moskau Gouverneur Serhij Lyssak zufolge ebenso auf die Energieinfrastruktur. Dabei wurde demnach ein Mann verletzt. Russland habe die Region massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen, es sei zu mehreren BrÀnden gekommen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Russland griff zuletzt vermehrt die Versorgungsinfrastruktur des Landes an.

@ dpa.de