Schnapshersteller Pernod Ricard ringt mit Problemen in China und Europa
17.04.2025 - 15:54:43 | dpa.deDer Umsatz sei um drei Prozent auf 2,28 Milliarden Euro gesunken, teilte der Hersteller von Marken wie Absolut Vodka, Chivas Regal und Havana Club am Donnerstag in Paris mit. Von Bloomberg befragte Experten hatten zwar einen RĂŒckgang einkalkuliert, dabei aber nur mit einem Minus von einem Prozent gerechnet.
Die Aktie geriet am Donnerstag im frĂŒhen Handel zunĂ€chst unter Druck. Die Zahlen hĂ€tten die Erwartungen zwar verfehlt, seien aber kein Desaster, hieĂ es spĂ€ter von den Analysten der kanadischen Bank RBC. Dieser Ansicht schlossen sich offenbar auch die Anleger an, am Nachmittag notierte die Aktie unverĂ€ndert.
In Europa sackte der Umsatz vor allem wegen einer schwachen Entwicklung in Deutschland um sieben Prozent ab. In Asien, dem gröĂten Markt des Konzerns, fiel der Erlös wegen politischer Auflagen in China um sechs Prozent. In China sind seit einigen Monaten zollfreie EinkĂ€ufe an FlughĂ€fen eingeschrĂ€nkt. Dies ist Teil einer MaĂnahme gegen Korruption in dem Land. Zudem belasten Zölle fĂŒr europĂ€ischen Weinbrand. ZuwĂ€chse gab es dagegen in Amerika.
Der Konzern bestĂ€tigte bei der Vorlage der Umsatzdaten zum dritten Quartal die im Februar gesenkte Prognose. Demnach soll der Erlös im laufenden GeschĂ€ftsjahr 2024/25 (30. Juni) bereinigt um WĂ€hrungs- und Ăbernahmeeffekte im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken. Davor hatte das Unternehmen eine RĂŒckkehr zum Wachstum in Aussicht gestellt. FĂŒr Experten kam die gesenkte Prognose im Februar nicht ĂŒberraschend. Sie hatten wegen der anhaltenden Probleme in China damit gerechnet, dass die Wachstumsprognose gekappt wird.
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