Aktien Frankfurt: Dax legt zu - vage Hoffnung auf Ende des Ukraine-Kriegs
10.04.2026 - 14:43:24 | dpa.deAm frühen Nachmittag legte der Dax DE0008469008 um 0,8 Prozent auf 24.006 Punkte zu. Die runde Marke von 24.000 Zählern konnte der Dax damit zunächst knapp hinter sich lassen. Etwas Rückenwind gab es auch von den Verbraucherpreisen in den USA im März, deren Anstieg etwas geringer ausfiel als erwartet.
Verliefen die ersten beiden Handelsstunden noch zäh, so kam anschließend etwas Schwung ins Geschehen. Händler berichteten von vagen Spekulationen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Auslöser könnte die Reise des für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständigen Kremlgesandte Kirill Dmitrijew zu Gesprächen in die USA gewesen sein. Moskau bremste allerdings umgehend: Dmitrijew führe keine Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Sein Besuch bedeute keine Wiederaufnahme der unterbrochenen Verhandlungen.
Dass Anleger gleichwohl auf die Karte Frieden setzten, wenn auch mit angezogener Handbremse, belegten deutliche Kurseinbußen von Rüstungsaktien. Im Dax waren Rheinmetall DE0007030009 das Schlusslicht mit einem Abschlag von sechs Prozent. Im MDax waren mit Hensoldt DE000HAG0005 und Renk DE000RENK730 ebenfalls zwei Rüstungstitel die größten Verlierer mit jeweils rund fünf Prozent Abschlag.
Gesucht waren hingegen die Profiteure eines etwaigen Wiederaufbaus der Ukraine. Im Dax setzten sich Heidelberg Materials DE0006047004 mit plus 4,3 Prozent an die Spitze. Bilfinger DE0005909006 gewannen zwei Prozent und die Stahlhersteller Salzgitter DE0006202005 und Thyssenkrupp DE0007500001 fünf respektive mehr als drei Prozent.
Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten legte mit 1,8 Prozent auf 30.580 Zähler noch stärker zu als der Dax. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um ein Prozent aufwärts.
Ansonsten tat sich mit Blick auf die Einzelwerte wenig. Adidas DE000A1EWWW0 legten um zwei Prozent zu. Die US-Bank Citigroup hat eine Kaufempfehlung für die Papiere des Sportartikel-Konzerns bekräftigt.
Aktien von Ströer DE0007493991 verteuerten sich um gut vier Prozent, nachdem sich ein Börsenbrief für die Papiere des Werbedienstleisters ausgesprochen hatte.
Ein erfreuliches Debüt im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386 gaben die Papiere der Shelly Group BG1100003166, die um gut zwei Prozent stiegen. Das Technologieunternehmen mit Sitz im bulgarischen Sofia ist für die Aktien von Gerresheimer DE000A0LD6E6 in den SDax aufgerückt./bek/jha/
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
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