Sparkassen starten KI-Offensive für digitales Banking
10.02.2026 - 03:52:12Die Sparkassen-Finanzgruppe startet eine umfassende KI-Offensive, um das Kundenerlebnis bis 2026 grundlegend zu modernisieren. Die Strategie zielt darauf ab, Prozesse effizienter und die gesamte Bank sicherer zu machen. Im Fokus stehen eine intelligente Banking-App, KI-Assistenten für Mitarbeiter und eine unabhängige IT-Architektur.
Diese Neuausrichtung ist die Antwort auf die digitale Transformation im Finanzsektor, veränderte Kundenerwartungen und den demografischen Wandel. Der IT-Dienstleister der Gruppe, die Finanz Informatik (FI), treibt die Innovation voran. KI wird nicht als isoliertes Werkzeug, sondern als Basistechnologie in das gesamte Geschäftsmodell integriert.
Die App Sparkasse wird intelligent und persönlich
Das Herzstück ist die Weiterentwicklung der „App Sparkasse“. Für 2026 sind KI-gestützte Suchfunktionen und dynamische Themenwelten geplant, die sich an individuelle Nutzerbedürfnisse anpassen. Ziel ist ein nahtloses Ökosystem aus App, Kernbankenlösung OSPlus und KI-Anwendungen.
Kunden sollen so personalisierte Finanzanalysen und Sparvorschläge erhalten oder proaktiv über Optimierungsmöglichkeiten informiert werden. Die Automatisierung im Hintergrund macht Abläufe nicht nur bequemer, sondern stärkt auch die Beratungsqualität der Institute.
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KI-Assistent entlastet die Belegschaft
Ein zentrales Element für die Mitarbeiter ist der „S-KIPilot„. Dieser KI-Assistent soll bei Routineaufgaben entlasten – von der schnellen Dokumentensuche bis zur Erstellung von Kundenkommunikation. Durch die Automatisierung von Standardprozessen, etwa bei Kreditantragsprüfungen, gewinnen Berater Zeit für komplexe Gespräche.
Die Initiative ist auch eine strategische Antwort auf den Fachkräftemangel. Sie steigert die Effizienz und modernisiert die Arbeitswelt. Die Vision: ein intelligenter Arbeitsplatz, der menschliche Expertise durch Technologie optimal ergänzt.
Souveräne IT-Architektur als Sicherheitsgarant
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Finanzinstituten: Die Sparkassen setzen für ihre KI-Anwendungen bewusst nicht auf die Infrastruktur externer Cloud-Giganten. Stattdessen baut die Finanz Informatik auf eine souveräne, eigene IT-Architektur in firmeneigenen Rechenzentren.
Dieser Ansatz soll maximale Datensicherheit und die Einhaltung strenger Vorgaben wie der DORA-Verordnung und des EU-AI-Acts gewährleisten. Die Unabhängigkeit gilt als Schlüssel, um das hohe Kundenvertrauen zu sichern. Gleichzeitig wird das Cyber Defense Center ausgebaut, um auch KI-gestützten Angriffen zu begegnen. Bereits heute scannen KI-Systeme Milliarden Überweisungen, um Betrug in Echtzeit zu erkennen.
Multikanal-Strategie bleibt Kern des Geschäfts
Die KI-Offensive ist Teil einer umfassenden Zukunftsstrategie, die am Multikanalvertrieb festhält. Kunden sollen weiterhin wählen können, ob sie digital, in der Filiale oder in einer Kombination aus beidem banken möchten. Die digitale Transformation soll alle Kanäle qualitativ stärken und besser verbinden.
Branchenbeobachter sehen den Schritt als notwendige Entwicklung im Wettbewerb mit Neobanken. Indem die Gruppe auf eigene Infrastruktur und Open-Source-Modelle setzt, sichert sie sich Flexibilität und Kontrolle. Für 2026 ist die schrittweise Einführung weiterer KI-Funktionen geplant. Die Sparkassen positionieren sich so als treibende Kraft der digitalen Innovation – mit dem Ziel, Kundennähe im digitalen Zeitalter neu zu definieren.
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