Mehr Störungen mit Drohnen an deutschen FlughÀfen
26.09.2025 - 12:16:32Im laufenden Jahr 2025 seien bis Ende August bereits 144 Behinderungen durch Drohnen registriert worden, meldete das Unternehmen, das zu 100 Prozent dem Bund gehört. Im Vorjahr seien es im selben Zeitraum 113 Vorkommnisse gewesen, im Jahr 2023 nur 99. Allein am Flughafen Frankfurt am Main, dem gröĂten deutschen Drehkreuz, wurden in diesem Jahr bereits 35 Behinderungen gezĂ€hlt.
Wer die Drohnen steuerte, geht aus dem Report nicht hervor. In vielen FĂ€llen dĂŒrften Hobby-Piloten die Ursache sein. Zuletzt hatten Drohnen-Behinderungen etwa am Flughafen in Kopenhagen fĂŒr Aufsehen gesorgt. Ein Zusammenhang mit Provokationen aus Russland wurde von den dĂ€nischen Behörden nicht ausgeschlossen.
In FlughafennÀhe verboten
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung werden DrohnenflĂŒge in FlughĂ€fennĂ€he in der Regel von Piloten startender oder landender Flugzeuge gemeldet, aber auch aus dem Tower des jeweiligen Flughafens beobachtet. Notfalls mĂŒssten An- und AbflĂŒge vorsichtshalber eingestellt werden. DrohnenflĂŒge sind im Umkreis von 1,5 Kilometer um FlughĂ€fen gesetzlich verboten und können mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren bestraft werden, hieĂ es von der Flugsicherung.
Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft deutscher VerkehrsflughĂ€fen) hat die Politik zu entschlossenem Handeln in Kampf gegen die Bedrohung durch Drohnen aufgefordert. "Eine gesetzlich gesicherte, staatliche Finanzierung von Systemen zur Drohnendetektion und Abwehr ist zwingend notwendig", erklĂ€rte ADV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralph Beisel. "FlughĂ€fen können und dĂŒrfen nicht beurteilen, ob eine Drohne von einem Hobby-Piloten gesteuert wird oder ob es Teil einer hybriden Bedrohung ist", sagte er.
FlughÀfen fordern den Staat
Weiter erklĂ€rte der ADV, der Schutz der Flughafenstandorte sei eine hoheitliche Aufgabe und bedĂŒrfe modernster Technik und klarer Strukturen. Die Kosten mĂŒssten von den jeweiligen Polizei- und Sicherheitsbehörden ĂŒbernommen werden. Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Franke, die sich unter anderem mit der deutschen und europĂ€ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik befasst, hatte in mehreren Interviews bemĂ€ngelt, die Sicherung in Deutschland sei nicht optimal.

