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Swiss Re Aktie: UBS senkt Kursziel

25.03.2026 - 17:10:36 | boerse-global.de

UBS korrigiert die Gewinnprognosen fĂŒr Swiss Re nach unten und senkt das Kursziel. Grund sind selektiveres NeugeschĂ€ft und die wachsende Herausforderung durch schwer kalkulierbare SekundĂ€rgefahren.

Swiss Re Aktie: UBS senkt Kursziel - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Swiss Re Aktie: UBS senkt Kursziel - Foto: ĂŒber boerse-global.de

UBS-Analyst Will Hardcastle hat das Kursziel fĂŒr Swiss Re von 135 auf 131 Franken gesenkt — und damit ein Signal gesendet, das ĂŒber eine reine Zahlenanpassung hinausgeht. Die Einstufung bleibt zwar bei „Neutral", doch die BegrĂŒndung offenbart eine strukturelle Debatte ĂŒber Margen und Reserven, die den RĂŒckversicherer noch eine Weile beschĂ€ftigen dĂŒrfte.

Reserven solide, Gewinnprognosen trotzdem nach unten

Im Kern der UBS-Studie steht eine detaillierte Analyse der Reserven im Schaden- und Unfallversicherungsbereich (P&C). Das Ergebnis ist zweischneidig: Einerseits sieht Hardcastle ausreichend Substanz, um kĂŒnftige Reservefreigaben zu stĂŒtzen. Andererseits korrigierte er die Gewinnprognosen fĂŒr 2027 um ein Prozent und fĂŒr 2028 um vier Prozent nach unten.

Der Grund liegt in den Margenperspektiven. RĂŒckversicherungsprĂ€mien verharren zwar auf hohem Niveau, doch Swiss Re fĂ€hrt beim NeugeschĂ€ft selektiver — ein bewusster Verzicht auf Volumen zugunsten langfristiger ProfitabilitĂ€t. FĂŒr kurzfristig orientierte Gewinnerwartungen ist das kein RĂŒckenwind.

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SekundÀrgefahren als wachsende Kalkulationslast

Dazu kommt ein branchenweites Strukturproblem. Laut aktuellen Daten des Swiss Re Institute entfielen 2025 rund 92 Prozent der weltweit versicherten NaturkatastrophenschĂ€den von 107 Milliarden USD auf sogenannte SekundĂ€rgefahren — WaldbrĂ€nde, schwere Gewitter, Überschwemmungen. Diese Ereignisse treten hĂ€ufig auf, sind regional begrenzt und deutlich schwerer zu modellieren als klassische Großschadensereignisse wie Hurrikane.

FĂŒr 2026 rechnet Swiss Re mit versicherten SchĂ€den von 148 Milliarden USD im Normalfall — in einem modellierten Extremszenario steigt die Zahl auf bis zu 320 Milliarden USD. Diese Bandbreite illustriert, wie groß die Unsicherheit in der Risikoplanung geworden ist.

KapitalstÀrke als Gegengewicht

Trotz vorsichtigerer AnalysteneinschĂ€tzungen bleibt die Finanzlage des Konzerns komfortabel. Zum 1. Januar 2026 lag die SST-Quote bei geschĂ€tzten 250 Prozent — ein Wert, der Swiss Re erheblichen Spielraum lĂ€sst. FĂŒr die Generalversammlung am 10. April schlĂ€gt der Verwaltungsrat eine Dividende von 8,00 USD je Aktie vor, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kommt ein geplantes AktienrĂŒckkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden USD fĂŒr 2026, das allerdings an das Erreichen der Gewinnziele geknĂŒpft ist.

Das neue UBS-Kursziel von 131 Franken liegt damit nur knapp ĂŒber dem aktuellen Kursniveau — viel Spielraum nach oben lĂ€sst das nicht.

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