Taiwans PrÀsident sagt Auslandsreise ab - Druck von China?
21.04.2026 - 13:21:30 | dpa.deMehrere LĂ€nder entlang der Flugroute hĂ€tten die Ăberfluggenehmigungen kurzfristig widerrufen, teilten Behördenvertreter in Taipeh mit.
Lai sollte von Mittwoch bis zum 26. April eine Delegation nach Eswatini leiten. Die Entscheidung sei nach einer sorgfĂ€ltigen Bewertung durch das nationale Sicherheitsteam getroffen worden, sagte der GeneralsekretĂ€r des PrĂ€sidialamtes, Pan Meng-an. Ihm zufolge widerriefen die Seychellen, Mauritius und Madagaskar die Ăberfluggenehmigungen ohne vorherige AnkĂŒndigung. Er fĂŒhrte diesen Schritt auf Druck aus Peking zurĂŒck, einschlieĂlich wirtschaftlicher ZwangsmaĂnahmen.
Erstmaliger Vorfall
Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass der Besuch eines taiwanischen PrĂ€sidenten bei einem diplomatischen VerbĂŒndeten aufgrund von Druck seitens Chinas abgesagt wurde. China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und will es mit dem Festland vereinigen, wenn nötig auch durch das MilitĂ€r.
Taipeh verurteilte Chinas Vorgehen und bezeichnete es als international höchst ungewöhnlich. Pan erklĂ€rte, dass der Versuch, DrittlĂ€nder zur Ănderung souverĂ€ner Entscheidungen zu zwingen, die Flugsicherheit untergrabe, gegen internationale Normen verstoĂe, eine Einmischung in innere Angelegenheiten darstelle und zudem die Region destabilisiere.
Lai muss Vertreter schicken
Lai wird stattdessen einen Sonderbeauftragten entsenden, um an den Nationalfeiertagsfeierlichkeiten in Eswatini teilzunehmen. Das Land im sĂŒdlichen Afrika ist einer der zwölf offiziellen diplomatischen VerbĂŒndeten Taiwans. In diesem Jahr jĂ€hrt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Seiten zum 58. Mal.
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