Mehr Dienstreisen ins europÀische Ausland
21.04.2026 - 14:57:22 | dpa.deDer Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) registrierte bei seiner Umfrage-basierten "GeschÀftsreiseanalyse" einen Zuwachs von 8,3 Prozent auf 116,1 Millionen Reisen. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Kosten pro Reise um 4,8 Prozent auf 418 Euro gesunken.
Die zusĂ€tzlichen Reisen gingen ausschlieĂlich ins Inland oder ins europĂ€ische Ausland, heiĂt es in dem Bericht. Der Anteil an GeschĂ€ftsreisen ins europĂ€ische Ausland steigt von 24 auf 30 Prozent, wĂ€hrend Reisen in den Rest der Welt auf dem Vorjahresniveau bleiben. Europa werde damit zum erweiterten Heimatmarkt deutscher GeschĂ€ftsbeziehungen, folgert der Verband.
Bahn hÀngt Flugzeug im Inland ab
Bei Reisen im Inland hat die Bahn das Flugzeug deutlich ĂŒberholt und erreicht einen Nutzungsanteil von 52 Prozent, wĂ€hrend InlandsflĂŒge auf 13 Prozent zurĂŒckgehen. Zwar sinken die durchschnittlichen Transportkosten leicht, doch steigen die Ausgaben fĂŒr Unterkunft und Verpflegung.
Im Trend liegt die Vermischung von Dienstreisen und privaten Anteilen. Die Mehrheit der Unternehmen toleriere oder fördere derartige Formen, habe sie aber bislang nicht in ihren Reiserichtlinien verankert. Damit entstĂŒnden Graubereiche bei Haftung, Versicherung und arbeitsrechtlichen Anforderungen, fĂŒr die die Politik klare Regeln finden mĂŒsse.
Bei dienstlich veranlassten Reisen oder Fahrten zur Arbeit stellt sich zudem die Frage, inwieweit sie als Arbeitszeit gelten. Der EuropÀische Gerichtshof in stellte zuletzt in einem Urteil zu einem Fall aus Spanien fest, dass auch Autofahrten zum Arbeitsort als Mitfahrer Arbeitszeit sein können, wenn die Fahrten nach Vorgaben des Arbeitgebers stattfinden, etwa zum Transportmittel, zum Abfahrts- und Ankunftsort und den Zeiten. Die Entscheidung betrifft vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit wechselnden Arbeitsorten.
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