DHL sieht trotz Iran-Konflikt stabile Treibstoffversorgung
21.04.2026 - 15:03:04 | dpa.de"Bislang ist die Lage beherrschbar", teilte das Unternehmen mit. Zwar verzeichne man an einzelnen Standorten geringere VorrĂ€te als ĂŒblich, mit BetriebsbeeintrĂ€chtigungen rechne DHL derzeit jedoch nicht. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk ĂŒber mögliche EngpĂ€sse und steigende Preise berichtet.
DHL beobachtet Lage genau
Der Logistikkonzern beobachte die weltweite Treibstoffversorgung kontinuierlich und stehe in engem Kontakt mit FlughĂ€fen und Lieferanten. Steigende Energie- und Treibstoffkosten könnten jedoch ĂŒber ZuschlĂ€ge an Kunden weitergegeben werden, sofern vertraglich möglich. Das sei in der Branche gĂ€ngige Praxis, hieĂ es.
Iran-Konflikt als Unsicherheitsfaktor
Hintergrund sind BefĂŒrchtungen, dass sich die Versorgung mit Flugtreibstoff infolge des Iran-Konflikts verschlechtern könnte. Eine wichtige Rolle spielt dabei die StraĂe von Hormus, eine zentrale Route fĂŒr den globalen Ăltransport. EinschrĂ€nkungen im Schiffsverkehr könnten die Versorgung mit Rohöl und damit auch die Produktion von Kerosin beeinflussen.
Experten warnen vor Knappheit
Branchenvertreter und FlughafenverbĂ€nde warnen bereits vor möglichen EngpĂ€ssen. Der europĂ€ische Flughafenverband ACI Europe sieht im Fall anhaltender Störungen sogar das Risiko einer "systemischen Treibstoffknappheit" binnen weniger Wochen. Hintergrund ist die eingeschrĂ€nkte Schifffahrt durch die StraĂe von Hormus, ĂŒber die ein erheblicher Teil des weltweit geförderten Rohöls transportiert wird.
Drehkreuz Leipzig/Halle im Fokus
Besonders im Fokus steht dabei auch das Luftfrachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle, einem der wichtigsten Standorte fĂŒr die europĂ€ische Luftfracht.
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