Vattenfall-Chefin, Borg

Vattenfall-Chefin Borg: Glaube ans Erreichen unserer Klimaziele

13.02.2026 - 06:27:33

Vattenfall-Chefin Anna Borg geht nach eigener Aussage davon aus, dass der Energiekonzern 2040 nicht lÀnger zum Klimawandel beitragen wird.

"Ich glaube ans Erreichen unserer Klimaziele, denn wir sind bereits auf dem Weg dorthin", sagte Borg im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Vattenfall habe verglichen zu 2017 seine CO2-Emissionen "mehr als halbiert".

"Die fossile Wirtschaft wird enden", sagte Borg. "Die Frage ist nur, in welchem Tempo." Ihre Aufgabe sei, wÀhrend der Umstellung darauf zu achten, dass Vattenfall profitabel bleibe. Denn ein Unternehmen ohne Geld könne auch nicht in den Klimaschutz investieren. Vattenfall plant, bis 2030 annÀhernd 15 Milliarden Euro zu investieren - etwa in Windparks und Netze.

Vattenfall hat das Ziel, die eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2040 verglichen zu 2017 um mindestens 90 Prozent zu reduzieren - auf 4,7 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten. Die verbleibenden bis zu zehn Prozent der Emissionen, die sich schwerlich einsparen lassen, sollen ausgeglichen werden. Wenn Vattenfall dieses Ziel erreicht, wĂŒrde der Konzern nicht lĂ€nger das Klima schĂ€digen.

Vorgezogener Gas-Ausstieg "herausfordernd"

Vattenfall bezieht nach eigenen Angaben seit Mai 2024 keine Kohle mehr und erzeugt demnach keinen Strom und keine WĂ€rme aus dem fossilen EnergietrĂ€ger. Gefragt nach einem vorgezogenen Erdgas-Ausstieg des Unternehmens bis 2040 in Deutschland sagte die Vattenfall-Vorstandsvorsitzende, im Fall der Haushaltskunden halte sie das fĂŒr sehr herausfordernd. "In der Industrie hĂ€ngt ein Ausstieg von der Branche ab."

Vattenfall hatte laut einer eigenen Übersicht 2024 konzernweit annĂ€hernd 2,4 Millionen Gaskunden und rund 7,7 Millionen Stromkunden. Strom erzeugte das Unternehmen in dem Jahr aus Kernenergie (38 Prozent), Wasserkraft (35 Prozent) und Windenergie (18 Prozent). Auf klimaschĂ€dliche fossile EnergietrĂ€ger entfielen 9 Prozent der Erzeugung.

Klimaschutz auch als Mittel zum Zweck

Die KlimaschutzbemĂŒhungen des staatlichen schwedischen Unternehmens stĂŒnden im Einklang zur GeschĂ€ftsstrategie, sagte Borg. Es gehe dabei nicht allein um Nachhaltigkeit. "Wir glauben, dass unser Vorgehen auch aus Sicht der RentabilitĂ€t der erfolgreichste Weg ist." Treibhausgas-Emissionen verursachten Kosten - sei es in Form von Zertifikaten, Steuern oder FolgeschĂ€den.

Schweden strebt wie Deutschland KlimaneutralitĂ€t bis 2045 an - und damit fĂŒnf Jahre frĂŒher als die EU insgesamt.

@ dpa.de

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