Pistorius: StÀrkung der Ukraine 'steht ganz oben'
04.09.2025 - 13:13:30Zugleich machte er in einem Interview fĂŒr die Sat.1-Sendung ":newstime", die am Abend ausgestrahlt werden soll, deutlich, dass er keine Anzeichen fĂŒr eine Waffenruhe oder einen Friedensschluss sehe, was Voraussetzung fĂŒr Sicherheitsgarantien sei.
"Erste PrioritĂ€t hat nach Ansicht aller Nationen die StĂ€rkung der ukrainischen StreitkrĂ€fte ĂŒber das Ende eines Krieges hinaus. Die StĂ€rkung der ukrainischen RĂŒstungsindustrie steht ganz oben", sagte Pistorius zu der laufenden Debatte ĂŒber Sicherheitsgarantien und einen möglichen Beitrag Deutschlands.
Gemeinschaftsprojekte ("Joint Ventures") zwischen der europĂ€ischen und der deutschen sowie ukrainischen RĂŒstungsindustrie hĂ€tten "eine ganz relevante, hohe Bedeutung, genauso wie die Ausbildung ukrainischer Truppen". Er sagte: "All das steht ganz oben auf der Agenda und nicht zuletzt die StĂ€rkung der Luftverteidigung."
Pistorius sieht keine Hinweise auf KursÀnderung Moskaus
Die Bundesregierung hatte mehrfach bekrĂ€ftigt, dass Sicherheitsgarantien fĂŒr den Fall einer Friedenslösung aus mehreren Komponenten bestehen mĂŒssten, darunter sei eine Entsendung von Soldaten nur eine Möglichkeit. Der "Spiegel" berichtete ĂŒber ein geplantes Paket aus verstĂ€rkter Luftverteidigung, weitreichenden PrĂ€zisionswaffen sowie AusrĂŒstung fĂŒr vier Kampfbrigaden.
Pistorius sagte, er könne keine Anzeichen fĂŒr eine KursĂ€nderung in Moskau erkennen. Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin verhöhne den Westen auch mit seiner Reise nach Peking sowie seiner Nichtreaktion auf die von US-PrĂ€sident Donald Trump angedrohten Sanktionen. Pistorius: "Also insgesamt ist gar nicht sichtbar, dass sich da in KĂŒrze irgendwas Ă€ndert. Das ist tragisch fĂŒr die Ukraine."

