Virtuelles, Body

Virtuelles Body Doubling wird zum Homeoffice-Trend

30.01.2026 - 23:09:12

Das stille Arbeiten per Video mit einem fremden Partner erobert die Homeoffices. Die Methode virtuelles Body Doubling hilft gegen Prokrastination und Isolation. Ursprünglich aus der ADHS-Community stammend, nutzen sie heute viele, um im Remote-Job konzentriert zu bleiben.

Zwei oder mehr Personen arbeiten per Video still an ihren eigenen Aufgaben. Der Partner greift nicht ein – seine reine Anwesenheit soll als Motivationsanker wirken. Das Prinzip dahinter heißt soziale Erleichterung (Social Facilitation): Die Anwesenheit anderer kann die Leistung bei routinierten Aufgaben steigern. Dieser subtile soziale Druck soll Ablenkungen minimieren und den Fokus halten.

Vom Geheimtipp zum Massenphänomen

Früher war Body Doubling vor allem ein Werkzeug für Menschen mit ADHS. Seit dem Remote-Work-Boom entdecken es viel mehr Menschen für sich. Der Grund: Im Homeoffice fehlen die natürlichen Strukturen und die soziale Präsenz des Büros. Spezialisierte Plattformen wie Focusmate oder Caveday springen in diese Lücke. Sie vermitteln weltweit Partner für fokussierte Arbeitssessions, oft mit kostenlosen Kontingenten.

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Für wen lohnt sich der stille Partner?

Die Technik hilft besonders Menschen, die mit Aufschieberitis oder mangelnder Selbststrukturierung kämpfen. Dazu zählen:
* Menschen mit ADHS oder anderen neurodivergenten Merkmalen
* Studierende und Freiberufler
* Alle, die im Homeoffice leicht abgelenkt sind

Doch die Methode hat Grenzen. Nicht jeder empfindet die ständige sichtbare Präsenz als hilfreich – manche fühlen sich davon sogar gestört. Der Erfolg hängt stark von der Passung zum Partner und klaren Session-Regeln ab.

Eine Antwort auf die Isolation im Homeoffice

Experten sehen in dem Trend mehr als einen Hype. Body Doubling ist eine direkte Reaktion auf die Kernprobleme der Remote-Arbeit: soziale Isolation und fehlende externe Strukturen. Im Büro sorgt die physische Präsenz der Kollegen für natürliche Verantwortlichkeit. Zu Hause fällt dieser Anker weg. Die virtuelle Zweier-Session holt ein Stück dieser sozialen Komponente zurück in den digitalen Alltag.

Wird Body Doubling zum Standard-Tool?

Die Entwicklung digitaler Produktivitätshilfen schreitet schnell voran. Es ist gut möglich, dass große Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams solche Funktionen künftig direkt einbauen. Angesichts der anhaltenden Diskussion um die Zukunft der Arbeit könnte Body Doubling so vom individuellen Lifehack zum festen Bestandteil von Unternehmensprogrammen werden.

@ boerse-global.de