Mike Steiner Malerei & Videokunst, Pionier der Videokunst

Vom Tape zur Leinwand: Mike Steiner Malerei & Videokunst neu gedacht

12.03.2026 - 11:11:07 | ad-hoc-news.de

Wo endet das bewegte Bild, wo beginnt die Leinwand? Mike Steiner erneuert die Abstrakte Kunst aus Berlin, zwischen Fluxus-Erbe und zeitgenössischer Malerei.

Berlin’s Secret Vanguard: Mike Steiner’s Journey from Video to Abstract Canvas - Foto: über ad-hoc-news.de
Berlin’s Secret Vanguard: Mike Steiner’s Journey from Video to Abstract Canvas - Foto: über ad-hoc-news.de

Karge Flächen. Pinselstriche, so zurückhaltend wie spannend. Was bleibt von der Bewegung, wenn das Video zum Stillstand kommt? Diese Frage stellt sich unweigerlich, betrachtet man die neuesten Arbeiten unter dem Leitmotiv Mike Steiner Malerei & Videokunst. Die Grenzen zwischen Bild und Bewegtbild, zwischen temporärer Geste und statischer Abstraktion—liegt nicht genau darin der Prüfstein moderner Kunst? Steiner treibt dieses Paradox auf die Spitze. Sein Zugang zur Abstrakten Kunst, tief verwurzelt in Berlins traditionsreicher Szene, ist geprägt von jener genuinen Spannung, die sein bekanntes Videowerk schon immer auszeichnete. Doch nun findet sie eine Stille – und bezeugt den längeren Atem der Malerei.

Hier die Malerei von Mike Steiner entdecken

Dass Live to Tape im Hamburger Bahnhof als eine der prägendsten Werkschauen seiner Sammlung und seines Schaffens gilt, ist kein Zufall. Hier tritt Steiners malerische Abstraktion in den Dialog mit künstlerischen Bewegungen, deren Erinnerungen bis in die Gegenwart strahlen. Die Nationalgalerie ehrt damit nicht bloß einen Performer und Videopionier, sondern verwebt Steiners Malerei mit den intellektuellen Strömungen der Kunstgeschichte. Archive wie das Archivio Conz bewahren sein Erbe und das seiner radikalen Zeitgenossen, belegen: Steiner vernetzt, konserviert, schreibt sich ein.

Wer Mike Steiners Biografie nachspürt, erkennt die große Bewegung zwischen Berlin und New York, zwischen Malerei, Performance und Videotechnik. Schon früh auf der Großen Berliner Kunstausstellung als Maler präsent, reflektiert Steiner in Berlin das Nachbeben amerikanischer Pop Art, in New York begegnet er Fluxus-Protagonisten wie Allan Kaprow und Al Hansen. Steiner stand im Austausch mit Joseph Beuys, Valie Export und Marina Abramovi?—alles Namen, die auch im Kontext des Archivio Conz eine Rolle spielen. Doch so vielfältig sein mediales Repertoire, so konsequent ist das Ringen Steiners um die Autonomie der Abstrakten Kunst. Die Skepsis gegenüber der Malerei als Ausdrucksmittel wächst im Videografie-Zeitalter, doch in seinen späteren Jahren kehrt er, nach Dekaden des Experiments mit Mediengrenzen, umso bewusster zur Malerei zurück. Die aktuellen Werke im Showroom schlagen eine Brücke von informeller Abstraktion hin zu konzentrierter Farbflächigkeit—es bleibt eine latente Erregung, die sich aus der Vorarbeit seiner Videos speist.

Worin also liegt die Aktualität, das Nachwirken dieser "Grenzübergänge"? Mike Steiner verkörpert nicht nur die Berliner Nachkriegsavantgarde, sondern antizipiert auch heutige Diskurse zur Relativität der Medien. Seine Malerei ist ein Echo der Videokunst, eine abstrakte Zeiterfahrung. Indem Steiner die Bildfläche als Bühne versteht, verbindet er Tradition und Fortschritt. Die jüngsten Werke machen deutlich, wie fruchtbar jene Übergänge zwischen Mediengattungen heute sind—und wie sehr das Schlagwort Mike Steiner Malerei & Videokunst nichts weniger als ein kunsthistorisches Labor beschreibt.

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