Vonovia startet Fünf-Milliarden-Euro-Entschuldungsplan
25.03.2026 - 00:00:40 | boerse-global.deVonovia setzt auf einen radikalen Schuldenabbau. Der neue Vorstandsvorsitzende Luka Mucic kündigte ein Verkaufsprogramm im Volumen von fünf Milliarden Euro an. Ziel ist es, die Schuldenquote bis 2028 auf 40 Prozent zu senken. Die Börse reagierte auf den strikten Kurs mit Skepsis.
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Solide Zahlen, aber der Markt zittert
Die operativen Zahlen für 2025 überzeugten: Das bereinigte EBITDA stieg um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Vermietungsquote lag bei stabilen 97,9 Prozent. Erstmals seit längerer Zeit stiegen sogar die Immobilienwerte leicht an. Als Vertrauensbeweis erhöht der Konzern die Dividende.
Dennoch rutschte die Aktie auf neue Tiefststände. Analysten machen externe Ängste verantwortlich: Eskalierende Spannungen im Nahen Osten und die Sorge vor länger hohen Zinsen belasten kapitalintensive Immobilienwerte wie Vonovia.
Der neue harte Fahrplan
Der neue Chef Mucic gibt erstmals ein klares Datum vor: Bis Ende 2028 soll der Schuldenstand (Loan-to-Value) von aktuell 45,4 auf 40 Prozent sinken. Dafür muss viel verkauft werden.
Rund zwei Milliarden Euro sollen aus dem Verkauf nicht-kerniger Assets wie Gewerbeimmobilien fließen. Weitere 500 Millionen Euro kommen aus dem Verkauf von Minderheitsbeteiligungen – etwa am niederländischen Unternehmen Vesteda. Zusätzlich will Vonovia jährlich 3.000 bis 3.500 Wohnungen aus dem operativen Bestand veräußern.
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Vom Vermieter zur digitalen Plattform
Parallel zum Schuldenabbau treibt Mucic die digitale Transformation voran. Die interne Verwaltungssoftware soll künftig auch für fremde Immobilienportfolios angeboten werden. Künstliche Intelligenz soll von Einzellösungen zur Steuerung ganzer Prozessketten ausgebaut werden.
Bereits heute tragen diese „Non-Rental“-Aktivitäten 13 Prozent zum Ergebnis bei. Bis 2028 soll dieser Anteil auf 20 bis 25 Prozent wachsen. So will Vonovia unabhängiger von Zins- und Preisschwankungen werden.
Die Bewährungsprobe steht noch aus
Für 2026 erwartet Vonovia ein EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro. Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt jetzt: Kann der Konzern die geplanten Verkäufe in einem angespannten Markt auch zu guten Preisen umsetzen?
Erste Indikatoren liefern die Hauptversammlung im Mai und die Quartalszahlen. Sie werden zeigen, ob die neue Strategie der „Bilanzdisziplin vor Wachstum“ das verlorene Anlegervertrauen zurückgewinnen kann.
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