Iran-Krieg trĂŒbt Stimmung in Chinas Industrie
01.04.2026 - 09:59:53 | dpa.deDer Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel auf 50,8 Punkte nach 52,1 im Februar. Damit lag der Wert zwar weiter ĂŒber der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschĂ€rft, zugleich seien die Lieferketten spĂŒrbar gestört gewesen, hieĂ es von RatingDog-GrĂŒnder Yao Yu.
Krieg treibt Kosten und stört Lieferketten
Als Belastungsfaktor gilt der Iran-Krieg. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit fĂŒr Unternehmen. China ist der gröĂte Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen.
Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stÀrker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen.
Offizielle Daten sehen bessere Stimmung
Die Signale aus Chinas Industrie fallen unterschiedlich aus. So hatte erst am Vortag der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts mit einem Anstieg von 49,0 auf 50,4 Punkte leichtes Wachstum signalisiert.
Die Unterschiede sind auch deshalb erklĂ€rbar, weil beide Umfragen teils verschiedene Unternehmen erfassen. WĂ€hrend der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts eher groĂe und oft staatlich geprĂ€gte Firmen abbildet, erfasst RatingDog stĂ€rker kleinere, mittlere und exportorientierte Betriebe.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

