ROUNDUP, Deutscher

Deutscher Mittelstand spĂŒrt wachsende Konkurrenz aus China

26.02.2026 - 11:27:06 | dpa.de

WÀhrend Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Beziehungen zu China stÀrken will, wÀchst im deutschen Mittelstand die Sorge vor Konkurrenz aus Fernost.

Fast jeder fĂŒnfte (19 Prozent) der 3,9 Millionen hiesigen MittelstĂ€ndler sieht sich steigendem Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter ausgesetzt, wie eine Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KfW zeigt. "Dabei konkurrieren die chinesischen Wettbewerber nicht nur mit gĂŒnstigen Preisen, sondern auch mit einer steigenden QualitĂ€t ihrer Produkte und Dienstleistungen", heißt es darin.

Besonders betroffen sei die deutsche Industrie. 28 Prozent der Unternehmen spĂŒrten hier einen wachsenden Druck durch QualitĂ€tsprodukte aus China, 34 Prozent durch gĂŒnstige Preise. Auch der Groß- und Einzelhandel sehe die Konkurrenz deutlich, so die Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel, an der rund 2.500 Unternehmen im September 2025 teilnahmen.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen ihre Zukunft pessimistisch beurteilen, steigt stark, wenn sie direkte Wettbewerber in China haben oder wenn sie besonders energieintensiv produzieren", schreibt die Förderbank.

Industrie und Handel unter Druck

Insgesamt sagen demnach 13 Prozent aller MittelstĂ€ndler, dass Konkurrenz aus China eine der zentralen Herausforderungen fĂŒr sie wird - aber 29 Prozent der Firmen aus der Industrie und 24 Prozent aus dem Handel. Allerdings profitieren auch viele MittelstĂ€ndler vom Handel mit China: Rund 19 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen nutzen chinesische Importe, um Kosten zu sparen oder ihr eigenes Angebot zu verbessern.

Als besonderes Risiko fĂŒr ihre KonkurrenzfĂ€higkeit sehen Firmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, zu viel BĂŒrokratie in Deutschland. 65 Prozent halten sie fĂŒr problematisch, vor hohen Steuern (60) und teurer Energie (41) - das ist jeweils deutlich mehr als 2023.

China als Handelspartner unverzichtbar

Kanzler Merz (CDU) will die wirtschaftlichen Beziehungen zu China ausbauen, wie er jĂŒngst bei einem Treffen mit MinisterprĂ€sident Li Qiang in Peking betonte. China ist der wichtigste Handelspartner fĂŒr Deutschland, noch vor den USA. Zugleich ist die Volksrepublik zum ernsten Konkurrenten in SchlĂŒsselindustrien aufgestiegen - etwa bei Maschinen, Chemie und Autos.

Die deutschen Exporte nach China brachen 2025 laut Statistischen Bundesamt um gut neun Prozent ein, wĂ€hrend die Importe aus Fernost krĂ€ftig wuchsen. Nach EinschĂ€tzung von Ökonomen leitet China wegen des Zollstreits mit den USA verstĂ€rkt Waren auch nach Deutschland um.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68614150 |