Selenskyj warnt vor Unterfinanzierung der Armee
26.03.2026 - 10:43:15 | dpa.de"Die Produktion von Drohnen - weitreichenden Drohnen, Abfangdrohnen sowie Luftabwehrsystemen - wird unterfinanziert sein, da wir aus diesen Mitteln sowohl den Kauf europĂ€ischer Luftabwehrsysteme als auch amerikanischer PAC-3-Raketen finanzieren", sagte Selenskyj in einem Interview der französischen Zeitung "Le Monde". Das sei ein Risiko fĂŒr die europĂ€ische Sicherheit. Er hoffe darauf, dass die EuropĂ€er eine Lösung finden.
Selenskyj kritisierte zudem die Aussetzung eines Teils der US-Sanktionen gegen russische Erdöllieferungen wegen des Iran-Krieges. Aus den Einnahmen könne Russland seinen Angriffskrieg weiter finanzieren. "Geld bedeutet Drohnen. Geld bedeutet Menschen", erklĂ€rte der Staatschef. Wenn Moskau dagegen kein Geld fĂŒr die Anwerbung von Soldaten hĂ€tte, werde die russische Armee schwĂ€cher. Daher mĂŒsse der Druck auf Russland aufrechterhalten werden, mahnte er.
Im vergangenen Dezember hatten sich die EU-Staaten auf die GewĂ€hrung eines zinslosen Kredits ĂŒber 90 Milliarden Euro fĂŒr die Ukraine geeinigt. Die Auszahlung wird aber durch Budapest blockiert. Ungarn fordert die Wiederaufnahme der eingestellten Erdöllieferungen ĂŒber die durch die Ukraine verlaufende Pipeline "Druschba" (Freundschaft).
Die Ukraine wehrt sich mit massiver westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mehr als 40 Prozent des ukrainischen Staatshaushalts werden aus dem Ausland finanziert.
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