Produktion/Absatz, Deutschland

DHL schrÀnkt Paketversand in die USA ein

22.08.2025 - 10:41:04

Wegen neuer Zollvorschriften schrÀnkt DHL den Paketversand von Deutschland in die USA deutlich ein.

Der Bonner Konzern, der im Inland auch unter der Marke Deutsche Post auftritt, teilte mit, dass dorthin vorerst nur noch Pakete befördert werden, die als Geschenk deklariert sind und deren Inhalt nur bis zu 100 US-Dollar (aktuell etwa 86 Euro) wert ist. Pakete von Privatleuten, die mehr wert sind, können ab Samstag nur noch als teurere Expresssendungen in die USA verschickt werden. Bei allen Paketen von GeschÀftskunden ist dies ab Dienstag der Fall.

"Der Großteil der Privatkunden-Pakete in die USA liegt ohnehin unter dem Schwellenwert von 100 Dollar, daher sind Privatkunden von den neuen Regelungen vergleichsweise wenig betroffen", sagte ein DHL-Sprecher. Er betonte, dass die EinschrĂ€nkungen nur vorĂŒbergehend sein sollten. Wie lange, ist unklar. Zuvor hatten schon andere nationale Postfirmen gleiche Schritte unternommen, etwa die Österreichische Post, die belgische bpost und die schwedisch-dĂ€nische Postnord.

Laut einem Erlass von US-PrĂ€sident Donald Trump wird die Zollfreiheit fĂŒr Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar ab dem 29. August abgeschafft. Pro Artikel sollen demnach Zölle von 80 bis 200 Dollar fĂ€llig werden. In der Mitteilung von DHL hieß es, dass hierbei wesentliche Fragen noch ungeklĂ€rt seien, "insbesondere, wie und von wem die ZollgebĂŒhren kĂŒnftig zu erheben sind, welche zusĂ€tzlichen Daten erforderlich sind und wie die DatenĂŒbermittlung an die amerikanische Zollbehörde erfolgen soll".

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