Umstrukturierung, Wettbewerb

Anklage wegen Insiderhandels nach belauschten GesprÀchen im Homeoffice

23.02.2024 - 20:56:20

Weil er seiner Frau beim Arbeiten im Homeoffice zuhörte, machte ein Mann aus Texas fast 1,8 Millionen Dollar Gewinn am Aktienmarkt.

Jetzt bekannte er sich des Insiderhandels schuldig.

Die Ehefrau arbeitete beim Energieriesen BP GB0007980591 ab 2022 an der Übernahme einer RaststĂ€tten-Kette mit. Ihr Mann, der wenige Meter entfernt ebenfalls im Homeoffice war, bekam viel davon mit. Im Dezember 2022 fing er an, Aktien des RaststĂ€tten-Betreibers zu kaufen, wie die US-Börsenaufsicht SEC in ihrer am Donnerstag eingereichten Klageschrift mitteilte.

Zum 15. Februar hielt er demnach ĂŒber 46 000 Papiere im Wert von rund 1,82 Millionen Dollar. Am Tag darauf gab BP die Übernahme zum Preis von 86 Dollar je Aktie bekannt - und der Kurs an der Börse sprang von 49,94 Dollar auf 84,43 Dollar hoch. Der Ehemann stieß daraufhin alle seine Aktien ab und machte dabei der SEC zufolge einen Gewinn von 1,76 Millionen Dollar. Seiner Frau habe er nichts davon erzĂ€hlt.

Rund einen Monat spĂ€ter habe die Frau jedoch mitbekommen, dass Finanzmarkt-Aufseher sich fĂŒr an dem Deal beteiligte Mitarbeiter interessierten. Nachdem sie ihrem Mann davon erzĂ€hlte, gestand er der Klageschrift zufolge seine AktiengeschĂ€fte. Die Frau informierte BP darĂŒber und reichte einige Monate spĂ€ter die Scheidung ein. Dem Mann droht den Gerichtsunterlagen zufolge eine GefĂ€ngnisstrafe von bis zu fĂŒnf Jahren.

@ dpa.de | GB0007980591 UMSTRUKTURIERUNG